Österreich

Bundeskanzler Kurz will «in nächsten Wochen» über Grenzöffnung zur Schweiz entscheiden

Der Österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz tauscht sich mit der Schweizer Regierung aus bezüglich einer Grenzöffnung zwischen den beiden Ländern.

Der Österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz tauscht sich mit der Schweizer Regierung aus bezüglich einer Grenzöffnung zwischen den beiden Ländern.

Die Österreichische Regierung prüft eine Wiedereröffnung der Grenze zur Schweiz. Wien stehe dazu mit dem Bundesrat in Kontakt, erklärt Kanzler Sebastian Kurz in einem Interview.

(dpo) Eine Wiedereröffnung der Grenze zwischen der Schweiz und Österreich werde seine Regierung «in den nächsten Wochen beurteilen», kündigte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag in einem Interview mit dem «Blick» an. Die Regierung in Wien tausche sich regelmässig mit der Schweizer Regierung aus, um einen Weg zur Wiedereröffnung zu finden, der laut Kurz «möglichst viel Freiheit und gleichzeitig ein Maximum an Sicherheit» bietet.

Österreichs Regierung stehe in einem guten Kontakt mit der Regierung in Bern und habe ein sehr gutes nachbarschaftliches, freundschaftliches Verhältnis, so der Bundeskanzler weiter. «Wir unterstützen uns wechselseitig, lernen voneinander und versuchen, möglichst rasch wieder zu einem normalen Grenzverkehr zu finden.» Sebastian Kurz hatte Mitte März in Eigenregie Grenzkontrollen unter anderem zur Schweiz eingeführt, weil sich das Coronavirus hier besonders schnell ausbreite. Den Flugverkehr und später auch den Zugverkehr in die Schweiz liess er in Eigenregie gleich ganz einstellen.

Geld für Austrian nur wenn Österreich profitiert

Anders als hierzulande haben alle Geschäfte in Österreich bereits wieder geöffnet. Gemäss Kanzler Kurz haben die ersten Geschäftsöffnungen bislang keine negativen Auswirkungen auf die Infektionszahlen gezeigt. Die Menschen seien sehr diszipliniert und hielten Abstand.

Wie die Swiss gehört auch die Fluggesellschaft Austrian zur Lufthansa-Gruppe. Auf Hilfsmassnahmen für Austrian angesprochen, räumt der Österreichische Bundeskanzler ein, dass es keine Hilfe für ein deutsches Unternehmen «ohne einen Vorteil für die Republik Österreich» geben werde. In der Schweiz will der Bundesrat eine Rettung der Swiss nicht an Bedingungen knüpfen sofern die Gelder im Land bleiben.

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