Explosiv
Bumm! So werden im Wallis die Lawinen entschärft

Der viele Schnee und die milden Temperaturen führen zu erhöhter Lawinengefahr. Vielerorts sind deshalb Lawinen künstlich ausgelöst worden, so wie hier im Walliser Skigebiet Belalp oberhalb von Naters.

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Mit Helikopter und Sprengstoff kamen die Walliser den Lawinen zuvor, die das Skigebiet auf der Belalp bedrohten. Nachdem der Helikopter seine explosive Ladung abgeworfen hatte, rollten die Schneemassen kontrolliert ins Tal.

Bereits in der Nacht auf Dienstag hat sich mit dem Nachlassen des Niederschlags die Lawinengefahr in den Alpen leicht entschärft.

Im Wallis, am nördlichen Alpenkamm und in weiten Teilen des Graubündens und im Bedretto TI war die Lawinengefahr am Dienstag mit Stufe vier immer noch gross. Laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) sind grosse Lawinen noch möglich, allerdings nehme die spontane Lawinenaktivität ab.

Lawinenbulletin am Mittwochmorgen

Am Mittwochmorgen setzte das SLF die Gefahrenstufe im Alpenraum auf Stufe 3 (erheblich) und in den Voralpen auf Stufe 2 (mässig) herab.

Der Neuschnee der letzten Tage sei «in der Höhe teils noch störanfällig», warnt das SLF. Oberhalb von 2000 Metern könnten «sehr vereinzelt Lawinen auch in tiefen Schichten anreissen und gefährlich gross werden». Unterhalb von rund 2200 Metern seien sogenannte Gleitschneelawinen zu erwarten, «auch recht grosse».

Hier gehts zum detaillierten, ständig aktualisierten Schnee- und Lawinenbulletin des SLF.

(sda/smo)

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