Konzernverantwortung

Bistum Chur wehrt sich gegen Abstimmungs-Flaggen an Kirchengebäuden

Die Flagge der Konzernverantwortungsinitative soll im Bistum Chur nicht an Kirchen angebracht werden (Symbolbild).

Die Flagge der Konzernverantwortungsinitative soll im Bistum Chur nicht an Kirchen angebracht werden (Symbolbild).

Das Bistum Chur will nicht, dass an Kirchen Flaggen angebracht werden, die für die Konzernverantwortungsinitiative werben. Dies spalte die Gläubigen, so die Begründung.

(wap) Die Beflaggung von Kirchen und kirchlichen Gebäuden mit «parteilichen politischen» Botschaften sei nicht angebracht, schreibt das Bistum Chur am Sonntag in einer Mitteilung: «Sie widerspricht der Würde unserer Gotteshäuser und spaltet die Gläubigen.» Die Instrumentalisierung von Kirchenbauten für kommerzielle oder politische Zwecke sei grundsätzlich abzulehnen.

Das Schreiben des Bistums bezieht sich auf die Konzernverantwortungsinitiative. Die Schweizer Bischofskonferenz hatte bereits im letzten Jahr erklärt, dass sie die Sorgen der Initianten teile. Die Initiative sei jedoch eine mögliche und nicht die einzig richtige Massnahme, schreibt das Bistum Chur. «Katholische Christen dürfen deshalb zur Berechtigung dieser Initiative verschiedene Ansichten haben.» Es sei unangemessen, den Eindruck zu erwecken, dass Gegner der Initiative gegen die Glaubenslehre der Kirche handelten.

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