Leihmutter

Behörden nehmen Schweizerin (52) Leihmutter-Baby weg

Babies von Leihmütter

Babies von Leihmütter

Die 52-jährige Schweizerin Edith D. hat das Kind einer georgischen Leihmutter gekriegt. Nun greifen die Behörden ein und nehmen ihr die Tochter weg. Die Behörden überprüfen, ob Edith D. als Mutter geeignet ist.

Die 52-Jährige wollte sich einen lang gehegten Kinderwunsch erfüllen. Sie reiste nach Georgien, und kehrte mit einem Leihmutter-Baby in die Schweiz zurück, wie die «Rundschau» am 9. Februar berichtete.

Doch ein glückliches Familienleben war weit gefehlt. Die Behörden nahmen ihr Emma vor einer Woche weg.

Seither hat Edith D. ihre dreimonatige Tochter nicht mehr gesehen. «Ich vermisse sie wahnsinnig», sagt sie in der «Rundschau» vom Mittwoch. 

Sohn ist Sexualstraftäter

An jenem Tag war die 52-Jährige zu einem Termin eingeladen, und gab ihre Tochter in Obhut einer Nachbarin. Als sie vom Termin zurückkam, war ihre Tochter nicht mehr da. Die Polizei hatte Emma abgeholt und zu einer fremden Familie gebracht.

In der Verfügung stand unter anderem, dass Edith D. ihren 24-jährigen Sohn aus erster Ehe zu nah an Emma lassen würde. Dieser sass wegen Sexualstrafen schon im Gefängnis.

Den Grund, weshalb man ihr das Kind wegnahm, sieht Edith D. aber vielmehr darin, dass die Behörden etwas gegen Leihmutterschaften hätten. «Ich habe einfach das Gefühl, dass die Behörden die Oberhand haben wollen», sagt sie.

Nachträglich abklären

Fakt ist: In der Schweiz ist die Gesetzgebung für Leihmutterschaften strikt. Wie bei einer Adoption müssen Abklärungen getroffen werden. «Bei einer Leihmutterschaft muss nachträglich abgeklärt werden, ob die Eltern geeignet sind», sagte Andrea Weik, Vorsteherin des kantonalen Jugendamtes in Bern.

Für Edith D. ist noch nicht alles verloren. Die Behörden überprüfen nun, ob ihr Emma zurückgegeben werden kann. (lds)

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