Aesch

Aesch, Gemeinderat, Sportanlage, Konzept, Kunstrasen, Radrennbahn, Reitanlage

Geplant für Radrennfahrer: Velodrom in der geplanten Mehrzweckhalle. (Archiv)

Rad

Geplant für Radrennfahrer: Velodrom in der geplanten Mehrzweckhalle. (Archiv)

Der Aescher Gemeinderat hat der Bevölkerung sein Sportanlagenkonzept präsentiert.

Martin Merk

Der Aescher Löhrenacker könnte in den kommenden Jahren zu einem der grössten Sportgebiete der Region werden, wenn es nach den Visionen des Gemeinderats geht. Gleich vier Projekte stehen zur Diskussion und zumindest drei davon haben gute Chancen auf eine Realisierung. Zum Thema wurde in den letzten zwei Jahren, was als «Velodrom» an die Öffentlichkeit sickerte und der Gemeinderat Breitensportzentrum nennt, nämlich eine zweite Sporthalle die durch eine Radrennbahn dominiert wird.

Eine radsportbegeisterte Interessengruppe ist an die Gemeinde gelangt, welche ein offenes Ohr zu haben scheint. Ein entsprechendes Projekt wurde in der Romandie begutachtet. «Die Türen bei uns sind offen und es könnten viele Sportarten Platz finden», sagt der Gemeinderat Markus Lenherr. Neben Radsportarten hätte es auch Platz für verschiedene Ballsportarten wie Unihockey oder Volleyball. Geplant ist die Halle hinter dem Robi-Spielplatz, wo zurzeit zwei Fussballplätze stehen. Gleich dahinter wäre ein Verkehrsgarten denkbar, für den der Kanton einen Platz sucht. Dort sollen Kinder Radfahren lernen. Weil auch der FC Aesch über Platzprobleme klagt, will der Gemeinderat zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und gegenüber vom Hauptplatz ein grosses Kunstrasenfeld realisieren, das zum Hauptplatz für die Fussballer werden soll. Dieses 2 Millionen Franken teure Feld wäre für die Gemeindekasse der grösste Kostenpunkt bei geschätzten 3,5 Millionen Franken an Gemeindegeldern für den Ausbau der Sportinfrastruktur.

Als viertes Projekt steht die Vergrösserung der Reitanlage im Raum, welche nicht mehr den heutigen Anforderungen entspreche. Hinzu kommt, dass der Kanton einen neuen Standort als Ersatz für die Anlage Schänzli in Muttenz sucht. Auch hier präsentiert der Gemeinderat eine Win-Win-Situation, warnt aber auch von vier grossen Anlässen pro Jahr, die viele Lastwagen ins Gebiet bringen würden. Von einem positiven Bescheid ist man daher noch entfernt.

Die andere Sorge ist auf der finanziellen Seite zu finden. Die Gemeindeversammlung hat ohne grosse Diskussionen das Budget 2010 mit gleichbleibenden Steuersätzen und einem Aufwandüberschuss von 878 280 Franken genehmigt. Der Finanzplan 2010-15 sieht eine weitere Abnahme des Eigenkapitals und eine höhere Verschuldung vor. «Der Finanzplan ist kein Businessplan, und ob sich alle Investitionen realisieren lassen, wird die Einnahmesituation zeigen», sagt der für die Finanzen zuständige Gemeinderat Andreas Spindler.

«Der Gemeinderat hat beschlossen, in der aktuellen Wirtschaftslage und mit den tiefen Zinsen bei nachhaltigen Investitionen nicht zurückzustecken und einen Schritt weiterzugehen.»

Meistgesehen

Artboard 1