Schweizergarde

32 Schweizer als Gardisten neu im Dienst des Papstes

Schweizer Gardisten in Rom

Schweizer Gardisten in Rom

Im Vatikan sind 32 neue Schweizer Gardisten vereidigt worden. 19 Deutschschweizer, 10 Westschweizer und 3 Tessiner verstärken die mit 110 Mitgliedern kleinste Armee der Welt im Dienste des Papstes.

Bei einer feierlichen Zeremonie in der Audienzhalle schwörten sie, Benedikt XVI. und seinen rechtmässigen Nachfolgern "treu, redlich und ehrenhaft zu dienen" - gegebenenfalls unter Einsatz des eigenen Lebens. Die neuen Gardisten wurden während der letzten 12 Monate im Vatikan ausgebildet.

Die Schweiz wurde bei der Zeremonie von ihrem Botschafter beim Heiligen Stuhl, Jean-François Kammer, vertreten, das Verteidigungsdepartement vom neuen Armeechef André Blattmann. Zudem wurde die Zürcher Kantonsregierung in diesem Jahr als Ehrengast eingeladen.

Die Schweizergarde ist seit 1506 für den Schutz der Päpste sowie die Überwachung der Eingänge zum Vatikanstaat und insbesondere zum Apostolischen Palast zuständig.

Wie in jedem Jahr fand die Vereidigung im Rahmen der Gedenkfeiern an den 6. Mai 1527 statt. Damals fielen während der Plünderung Roms im "Sacco di Roma" 148 Schweizer Soldaten im Kampf gegen die Truppen Kaiser Karls V., konnten für Papst Klemens VII. aber die Flucht zur Engelsburg freikämpfen.

Der neue Kommandant der Schweizergarde, Daniel Anrig, sorgte im Vorfeld der Vereidigung für eine Überraschung: Er schliesse nicht aus, dass sich die päpstliche Schutztruppe für Frauen öffnen könnte, sagte er der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. "Ich kann mir vorstellen, dass in gewissen Bereichen Frauen eingesetzt werden könnten."

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