Jugendgewalt

«25000 Jugendliche sind wiederholt in Schlägereien verwickelt»

BSV-Direktor Jürg Brechbühl (Archiv)

BSV-Direktor Jürg Brechbühl (Archiv)

Schweizer Jugendliche seien friedlich, auch im Vergleich mit Nachbarländern. Das sagt Jürg Brechbühl, Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen. 25000 seien wiederholt in Schlägereien verwicket. Das Hauptproblem liege bei16- bis 18-Jährigen.

Vor der zweiten Nationalen Konferenz «Jugend und Gewalt» sagte der Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV), nur ein kleiner Teil der Jugendlichen mache Probleme. Die Schweizer Jugendlichen seien friedlich, auch im Vergleich mit den Nachbarländern.

Im Jahr 2012 seien 1700 Jugendliche wegen Gewaltdelikten verurteilt worden, hielt Jürg Brechbühl in einem Interview mit der Zeitung «Blick» vom Donnerstag fest. Dies sei aber bloss die Spitze des Eisberges.

Neben den Verurteilten gebe es verschiedene Risikogruppen, deren Grösse man nur schätzen könne. In einer problematischen Gruppe gebe es ungefähr 25'000 Jugendliche, die wiederholt in Schlägereien verwickelt seien, auch in schwere.

Jugendgewalt: Ausgehverhalten als Problemzone

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Daneben gebe es noch eine Gruppe von rund 90'000 «Gelegenheitsschlägern». Diese seien ein- oder zweimal in eine Schlägerei verwickelt, beispielsweise im Ausgang oder an einem Fussballmatch, aber nicht in gravierendem Ausmass.

Seit 2009 nehme die Gewalt allgemein ab, steige in den Städten jedoch an. Ungefähr 50 bis 70 Prozent der Gewaltbetroffenen, darunter Schläger und Opfer, seien Auswärtige. Das heisst, sie würden in die Stadt in den Ausgang kommen und seien in Gewalt verwickelt.

Das Hauptproblem liege bei den 16- bis 18-Jährigen, welche für Jugendzentren zu alt seien, für Club-Besuche aber über zu wenig Geld verfügen würden, sagte Bundesamtsdirektor Jürg Brechbühl.

Die Konferenz «Jugend und Gewalt» findet heute in Genf statt.

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