Naturlehrpfad
Zum genauer Hinsehen ermuntern

In Waltenschwil wurde am Wochenende der Naturlehrpfad «Bäume und Pflanzen» eingeweiht Der Natur- und Vogelschutzverein Waltenschwil feierte am Wochenende sein 40-jähriges Bestehen mit der Einweihung des Naturlehrpfads. Dieser ergänzt den bereits bestehenden Tierlehrpfad und den geplanten Sagenweg.

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Naturlehrpfad Waltenschwil eingeweiht

Naturlehrpfad Waltenschwil eingeweiht

Aargauer Zeitung

Roger Wetli

Insgesamt 19 Tafeln mit Hinweisen zu verschiedenen Bäumen, aber auch deren Lebensansprüche und die Verwendung durch den Menschen sind am Tierpark Waltenschwil in östlicher Richtung den Waldrand entlang aufgestellt. «Wir wollen mit dem neuen Lehrpfad den vielen Erholungssuchenden rund um den Tierpark eine weitere Attraktion bieten», erklärte der Präsident des Natur- und Vogelschutzvereins Waltenschwil, Alois Meier. «Gleichzeitig möchten wir die einheimischen Bäume wieder besser ins Bewusstsein bringen.» Wobei nicht alle vorgestellten Pflanzen auch tatsächlich in Waltenschwil vorkommen. «Die Bergföhre kommt in den Bergen vor», weiss Meier, die Tafel wurde aber trotzdem aufgestellt, weil das gesamte Tafelsortiment einem Engadiner Künstler abgekauft wurde. Und darunter war eben auch die im Engadin einheimische Bergföhre.

Viele einheimische Bäume

Im Vergleich zum Wohler Pflanzenlehrpfad kann man in Waltenschwil die beschriebenen Bäume nicht gleich in natura bewundern. «Der Waldrand besteht hier vor allem aus Buchen und Eichen. Wir wollten aber viele verschiedene einheimische Bäume zeigen», so Alois Müller. Darunter gesellen sich auch wenig bekannte wie die Esche, welche im Mittelalter zur Herstellung von Pfeilbogen-Pfeilen verwendet wurde. «Der Lehrpfad soll die Waldbesucher ermuntern, genauer hinzusehen», so Müller.

Traditionelles Eiersuchen

Der Natur- und Vogelschutzverein geniesst in Waltenschwil einen wichtigen Stellenwert. Gemeinderätin Doris Koch dankte dem Verein für seine Mitgestaltung des Dorflebens und erinnerte sich an so manche schöne Stunden zusammen mit dem Verein. «Der Natur- und Vogelschutzverein ist der einzige in Waltenschwil, der es bereits in die grossen Medien geschafft hat», wusste Koch. «Das Schweizer Fernsehen berichtete bereits von der traditionellen Eiersuechete an den Ostermontagen.»

Auch Alois Meier wagte einen Blick zurück in die Vereinsgeschichte. Neben den alljährlich wiederkehrenden Aktivitäten wie der Eiersuechete, der Kontrolle der 850 Nistkästen im Oktober und der Generalversammlung Anfang Januar gab es auch zahlreiche einmalige Höhepunkte wie Vereinsreisen, die Restaurierung des Sodbrunnens im Rotwasser oder das legendäre Festbeizli Zum Vogelnäscht.

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