Zivilschutzgruppe Oberes Baselbiet
Zu wenig Personal im Kader der Zivilschutzorganisation «Oberes Baselbiet»

Nach acht Monaten ziehen die Verantwortlichen der Zivilschutzorganisation «Oberes Baselbiet» eine positive Bilanz. Dies, obschon der aktuelle Bestand nur 82 Prozent des Soll-Bestandes ausmacht.

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Otto Graf

Die seit Beginn dieses Jahres operativ tätige Zivilschutzkompanie Oberes Baselbiet ist auf Kurs. Doch der aktuelle Bestand von 174 Mann – Frauen sind nicht dabei – macht nur 82 Prozent des Soll-Bestands aus.

«Vor allem in den Kaderfunktionen macht sich der Personalmangel bemerkbar», erklärt Hauptmann Martin Buser, Kommandant der Einheit. Untervertreten, fügt er an, seien auch die Pioniere sowie die Chargen der Führungsunterstützung.

Aber es gibt auch Lichtblicke. Mittelfristig dürften die Lücken im Kader geschlossen oder zumindest erheblich verkleinert werden, weil jüngere Leute derzeit in Kaderkursen stecken oder demnächst dazu antreten.

Bis diese Leute die vorgeschriebenen Ausbildungskurse absolviert haben, dauert es aber, wie Buser aufzeigt, noch drei bis vier Jahre. Die Wiederholungskurse hingegen, laufen normal.

So konnten auch heuer im Auftrag von einigen der 17 Verbundsgemeinden des Rayons verschiedene Projekte realisiert werden. In Rothenfluh, um ein paar Beispiele herauszugreifen, baute eine Gruppe auf der Roten Flue die in die Jahre gekommene Feuerstelle neu auf und ersetzte den Picknicktisch.

Eine andere Gruppe setzte eine Brücke über den Dübach instand und besserte Wanderwege aus. Praxisbezogene Einsätze sind bei der Truppe beliebt. Und bei der Bevölkerung stossen die Leistungen des Zivilschutzes auf Goodwill. Finanziert werden die Einsatzprojekte durch die auftraggebenden Gemeinden, die nur das Material zur Verfügung stellen müssen.

Zu hohe Unterhaltskosten

Etwas Kopfzerbrechen bereitet den Verantwortlichen das Material, wie Remo Buess, der hauptberuflich im Rettungswesen des Stadtkantons als Leiter Logistik arbeitet, hervorhebt. Viele Aggregate sind schon älteren Datums und verursachen hohe Unterhaltskosten.

Ersatz wäre dringend nötig. Der Entscheid in diesem Bereich liegt aber bei den übergeordneten Stellen von Bund und Kanton und hängt in erster Linie von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln ab. Und diese sind gegenwärtig recht knapp bemessen.

Auf Kurs ist hingegen die Modernisierung des Kommandopostens des Regionalen Führungsstabes (RFS) in Thürnen. Auch hier gibt der Bund die Marschrichtung an. 2011 wird der KP unter anderem mit neuen Kommunikationseinrichtungen ausgestattet.

Die Kosten beziffern sich, wie Heinz Rüfenacht, Chef des RFS, vorrechnet, auf gut 210 000 Franken. Hievon übernimmt der Bund rund einen Viertel. Der Rest wird aufgrund der Einwohnerzahl auf die Gemeinden aufgeteilt.

Die Standorte der Zivilschutzkompanie befinden sich in Gelterkinden und Diegten, während sich in Läufelfingen ein Nebenmagazin befindet. Die Bilanz nach acht Monaten praktischer Erfahrung fällt positiv aus. Es läuft alles rund, auch im siebenköpfigen Führungsstab, dem nebst Stabchef Heinz Rüfenacht, Buckten, und dessen Stellvertreter Peter Sutter, Thürnen, fünf Dienstchefs angehören.

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