Axenstrasse

Von Murgang verschüttete Strasse im Kanton Schwyz wieder offen

Zerstörtes Haus bei Riemenstalden

Zerstörtes Haus bei Riemenstalden

Nach der Öffnung der Axenstrasse am Mittwochabend ist auch die Strasse nach Riemenstalden wieder für den Verkehr freigegeben worden. Sie war am vergangenen Montagmorgen durch einen Murgang verschüttet worden.

Rund 130 Personen in Riemenstalden konnten nach dem Murgang das Tal nicht mehr mit Fahrzeugen verlassen. Zehn Personen mussten evakuiert werden, konnten aber am Dienstag in ihre Häuser zurückkehren. Bei dem Murgang war ein unbewohntes Ferienhaus total zerstört worden. Ein weiteres Wohnhaus wurde durch Steinschlag beschädigt.

Zum Schutz der Axenstrasse, die am Sonntag nach einem Steinschlag gesperrt worden war, wurde ein zusätzlicher Notdamm erstellt. Damit kann auf die bisherige Überwachung durch den Zivilschutz - diese wurde rund um die Uhr aufrecht erhalten - verzichtet werden.

Zum Schutz vor Steinschlag auf der Axenstrasse will der Bund bei Morschach einen Tunnel bauen. Der Schwyzer Kantonsrat jedoch will den Tunnel nicht. Er hat den Regierungsrat aufgefordert, sich beim Bund für den Verzicht auf den geplanten Morschacher Tunnel der A4 am Axen einzusetzen. Aufgrund der zu erwartenden Verkehrsfrequenzen bestehe kein Bedarf nach einem Ausbau der Kapazität am Axen, sagten die Postulanten.

Der Morschacher Tunnel und mit ihm der geplante Sisikoner Tunnel sind Kernstücke des Ausbaus der Axenstrasse der A4. Der Bundesrat bewilligte im letzten Januar ein generelles Projekt, dessen Kosten auf 750 Millionen Franken veranschlagt werden. Schwyz müsste sich mit 46 Millionen an den Kosten beteiligen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1