Von der Bohrmaschine bis zum Ehering

Bisher gingen Fundgegenstände an das Bezirksamt. Seit dem 1. Januar sind die Gemeinden zuständig. Für die meisten Gemeinden im Bezirk Laufenburg führt die Polizei Oberes Fricktal das Fundbüro.

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Fundbüro

Fundbüro

Aargauer Zeitung

Daniel von Känel

Vor allem Mobiltelefone, Schmuck, Uhren, Schlüssel, Handtaschen und Geldbörsen werden aufs Fundbüro gebracht. Auch Eheringe sind manchmal darunter, Kameras oder eine Bohrmaschine, was wiederum eher selten ist.

«Vor Jahren ist einmal ein Panzerschrank zu uns gelangt», erinnert sich Bezirksamtmann Pius Suter. Weil der Fund ja mit einem Delikt hätte im Zusammenhang stehen können, habe man ihn aufbohren müssen. Er sei leer gewesen, und der rechtmässige Besitzer habe sich auch nie gemeldet. Es habe sich wohl eher um einen Fall von illegaler Entsorgung gehandelt, vermutet Suter. «Einen Tresor verliert man ja nicht einfach so.»

Ein Jahr lang aufbewahren

«Pro Jahr waren es etwa 30 Gegenstände, die zu uns gelangten», sagt Stefanie Sutter, auf dem Bezirksamt Laufenburg für das Fundbüro zuständig. Allerdings wird sie diese Aufgabe bald abgeben. Denn: Das Fundbüro ist den Gemeinden übertragen worden. Auf dem Bezirksamt werden noch die vorhandenen Gegenstände, die im Jahr 2009 abgegeben wurden, aufbewahrt, bis die Frist von einem Jahr vorbei ist.

Im Bezirk Laufenburg haben mit Ausnahme von Münchwilen alle Gemeinden ein gemeinsames Fundbüro: die Polizei Oberes Fricktal. Münchwilen ist aber der Polizei Unteres Fricktal angeschlossen und führt das Fundbüro nun selbst auf der Gemeindekanzlei.

Für Rheinfelden, Mumpf und Obermumpf befindet sich das Fundbüro bei der Polizei Unteres Fricktal. In den restlichen Gemeinden des Bezirks Rheinfelden befindet es sich bei der Gemeindekanzlei oder den Einwohnerdiensten.

Gegenstände, die abgegeben werden, müssen ein Jahr lang aufbewahrt werden. «Wenn sich der rechtmässige Besitzer bis dann nicht gemeldet hat, wird der Finder benachrichtigt», erklärt Pius Suter. Der Finder könne den Gegenstand entweder abholen oder eine Verzichtserklärung unterschreiben. Sei dies der Fall, werde der Gegenstand versteigert. Dies sei bisher durch das Betreibunsgamt Brugg gemacht worden.

Aber: Der rechtmässige Besitzer hat länger Zeit als nur ein Jahr, um sich zu melden. Es gibt nämlich noch eine fünfjährige Frist, die vom Zeitpunkt des Fundes an gilt. Wenn sich der rechtmässige Besitzer in dieser Zeit meldet, muss der Finder den Gegenstand zurückgeben. Wäre der Gegenstand versteigert worden, erhielte der Besitzer den
Erlös.

Selten abgeholt

Es sei sehr selten vorgekommen, dass sich ein Besitzer eines verlorenen Gegenstandes gemeldet habe, erklärt Stefanie Sutter. Anfragen von Leuten, die etwas verloren haben, das aber nicht beim Fundbüro abgegeben wurde, habe es auf dem Bezirksamt hingegen öfter gegeben.

Für Sachen, die in diesem Jahr schon verloren gingen oder noch verloren gehen, sind nun die neuen Ansprechpartner zuständig.
Eine Liste der neuen Fundbüros in den Aargauer Gemeinden können Sie als pdf herunterladen. Hier klicken!

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