«Lüsern»

Vergessen Sie Martullo-Blocher! Das Englisch dieser Luzerner Hoteldirektorin ist der Brüller

«Directly at the train station and the költer and convention center»: Die Hoteldirektorin des Hotol Monopol Luzern stellt ihr Haus vor.

«Directly at the train station and the költer and convention center»: Die Hoteldirektorin des Hotol Monopol Luzern stellt ihr Haus vor.

Seit wenigen Tagen macht auf den Sozialen Medien gerade ein Video die Runde mit dem schlichten Namen «Hotel Monopol Lucerne – At the train station».

Darin redet Brigitte Heller, die Hoteldirektorin höchstpersönlich, über die Vorzüge ihres 4-Sterne-Hauses – und das auf Englisch. Wie es sich für ein internationales Hotel eben gehört.

Zuerst spricht sie über das Hotelgebäude, das wie ein Palast aus Paris oder Venedig aussehe. Der Satzbau ist beinahe perfekt, die Aussprache weniger. Der Schweizer Akzent der Hoteldirektorin ist unüberhörbar. 

Ab Sekunde 41 kommt Heller ins Bild und heisst die Gäste willkommen. Die Gäste des Hotels, das «diräktli ät the Train-Station and the KKL Költer änd Convention Center» liegt.

«So bin ich»

Das Newsportal «watson» erreichte Heller am Montagmorgen per Telefon. Sie sei zuerst erschrocken, als sie plötzlich mehrere Mitteilungen betreffend dem Video bekommen habe. Gewisse Bemerkungen seien nicht gerade schmeichelnd gewesen, andere aber sehr ermutigend.

«Zuerst war ich geschockt und wollte das Video sofort vom Netz nehmen», sagt Heller. Rasch aber habe sie sich davon erholt und mittlerweile nehme sie es mit Humor, dass sich gewisse Leute über ihren Englisch-Akzent lustig machten.

«Das Video ist ehrlich und authentisch. Ich spreche halt mit diesem Schweizerdeutsch-Englisch-Akzent, so bin ich.» Es sei weder ein Fake, noch stehe eine Werbeagentur dahinter. Sie habe es mit Hilfe von Hochschulstudenten selber gedreht. 

«Die Leute wollen keinen Roboter»

Auch den Text schrieb Heller selber. Obwohl sie erstaunt ist, dass das Video momentan total viral geht, glaubt sie, den Schlüssel des Erfolges zu kennen. «Die Leute wollen keine Roboter, sondern echte Menschen und im Video spürt man das.»

Der Clip ist bereits drei Jahre alt. Wer ihn jetzt wieder ausgegraben und neu verbreitet hat, ist unklar. Auf jeden Fall beschert es dem Hotel Aufmerksamkeit und Klicks. Die 42'000 Aufrufe auf Youtube dürften schon bald um ein vielfaches übertroffen werden.

Das Video hat ebenso Kult-Potenzial wie Magdalena Martullo-Blochers Seven-Thinking-Steps. (feb)

Immer wieder schön: Martullo-Blochers Seven-Thinking-Steps

Immer wieder schön: Martullo-Blochers Seven-Thinking-Steps

Aus der SRF-Sendung «Reporter».

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