Tag des Kusses: Deshalb küssen wir uns

Heute ist der Tag des Kusses. «a-z.ch» ist den Fragen nachgegangen, weshalb wir uns überhaupt küssen und wozu ausgerechnet Paris, die Stadt der Liebe, ein Kussverbot hat.

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Tag des Kusses küssen
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Tag des Kusses küssen

Nach dem Küssen über lange Zeit als Überbleibsel des Saugens an der Mutterbrust galt, will die deutsche Kulturwissenschaftlerin Ingelore Ebberfeld inzwischen herausgefunden haben, dass der Kuss in Wahrheit vom Beschnuppern und Lecken des Hinterteils herrührt. Im Laufe der Evolution soll sich dieser Akt der Begierde zusammen mit dem Gang nach oben verschoben haben.

Küssen als Fitnessübung

Wie dem auch sei. Beim intensiven Küssen verbrennen 12 Lippen- und 17 Zungenmuskeln bis zu 20 Kalorien pro Minute. Das entspricht immerhin gut 100 Meter Joggen. Die Muskelbewegungen straffen die Haut und gleichzeitig wechseln 250 Bakterien ihr zu Hause. Das stärkt das Immunsystem.

Für das wollige Gefühl sorgen dabei die Glückshormone Endorphin und Adrenalin. Die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol wird zurückgefahren. Und 30-minütiges Dauerküssen soll sogar die Symptome von Heuschnupfen messbar lindern können. Gegen den längsten Kuss der Welt ist das aber noch gar nichts: Der dauerte nämlich ganze 32 Stunden, sieben Minuten und 14 Sekunden. Aufgestellt wurde er letztes Jahr von einem deutschen Pärchen.

In Dubai kann ein Kuss zu einer Gefängnisstrafe führen

Ein Kuss kann aber auch ganz schön böse Folgen haben: In Dubai geraten immer wieder mal Touristenpärchen nach einem Kuss in Schwierigkeiten. Nicht nur einmal landeten diese wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses für ein paar Monate im Knast.

Sogar in der Stadt der Liebe kann es eine Strafe absetzen: Paris verbietet das Küssen in Zügen und auf Bahnübergängen. Dasselbe Verbot gibt es auch am Bahnhof von Warrington in England. Dort wird die Kuriosität damit begründet, dass lange Abschiedsküsse häufig zu Zugverspätungen geführt hätten. (mik)