Solaranlage
«Sunnestrom» für Bürener Haushalte

Sie ist bereits in Betrieb und hat vom sonnigen Augustwetter richtig profitieren können. Die Solarpanels liefern Energie «Nature made» ins Bürener Stromnetz.

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Solaranlage

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Solothurner Zeitung

Debora Scherrer

Die bisher grösste Photovoltaikanlage im Seeland steht in Büren. Auf einer Fläche von 1600 m2 sind 484 Solarpanels auf dem Flachdach der neuen Werkhalle der Bruno Peter AG an der Kanalstrasse montiert. Trotz der immensen Ausmasse hat es etwas Beruhigendes, die Konstruktion anzusehen und den Blick in die umgebende Landschaft gleiten zu lassen. «Die Bruno Peter AG hat sich schon lange zum Ziel gesetzt, nachhaltig zu sein.» Geschäftsleiter Thomas Peter ist auf seinen Geschäftsreisen immer wieder beeindruckt von den grossen Solaranlagen, die in Deutschland oder Frankreich zum Landschaftsbild gehören: «So etwas sollte in der Schweiz doch auch möglich sein.» Seine Idee nahm Gestalt an. Mit Armin Zingg, Geschäftsführer der Energieversorgung Büren (EVB) AG, fand er den geeigneten Partner. Die EVB AG hat sich ebenfalls die Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben.

Anstoss für andere

Im Zuge der Strommarktöffnung wurde nach neuen Investitionen gesucht. So gründeten die beiden Partner im letzten Dezember die Firma Energie der Zukunft (EDZ AG) und wollten damit etwas bewegen (wir berichteten). Thomas Peter: «Jetzt können wir einmal etwas machen und nicht nur davon reden.» Die voraussichtliche Jahresproduktion der neuen Anlage beläuft sich auf zirka 90 000 Kilowattstunden (kWh). Damit kann der Bedarf von 30 bis 40 Haushaltungen gedeckt werden. Die EDZ AG hat ihr Projekt für kostendeckende Einspeisevergütung bei der «Swissgrid» angemeldet. Diese garantiert später mit jährlichen Beiträgen die Amortisation der Investition. Noch steht die EDZ AG auf der Warteliste.

In der Zwischenzeit werden die produzierten Kilowattstunden als Zertifikate, genannt «Nature made», angeboten. Wer diesen Strom kauft, leistet einen Beitrag zur Förderung dieser Energiequelle. Zingg erklärt, dass sich mit Sonnenenergie nicht viel Geld verdienen lässt. Jedoch sei es ein Beitrag zur Erhaltung der Umwelt. Ein Ziel der EDZ ist es, Anstoss für andere zu sein. Peter: «Wenn so etwas noch viele in der Region umsetzen, kann etwas bewegt werden. Wir wollen mit der neuen Anlage zeigen, dass die Umsetzung der neuen Energiegewinnung funktioniert.» Weitere Projekte können sich Thomas Peter und Armin Zingg gut vorstellen. Denn, das Interesse nach der umweltfreundlichen Energie sei gross.

Von den jährlichen Kilowattstunden, die als Zertifikate verkauft werden, sind bereits 60 000 an Firmen und Private vergeben. Armin Zingg: «Wir waren positiv überrascht von den vielen Anmeldungen, bereits vor der Fertigstellung der Anlage.» Er sieht dahinter die Verbundenheit der Interessenten mit Büren. Thomas Peter ergänzt: «Die Menschen kennen uns und können sehen, wo die Anlage steht. Die Mund-zu-Mund-Propaganda hat da geholfen.»

Für Freitag, 11. September, ist ein Tag der offenen Tür geplant. Dann haben die bereits bestehenden Kunden und solche, die ihr Interesse angemeldet haben, die Möglichkeit die Anlage zu besichtigen. Die EDZ AG erwartet, aus diesem Anlass noch mehr Kunden zu gewinnen.

Weitere Informationen zum «Sunnestrom» gibts unter www.evb-bueren.ch

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