Gemeinde Stallikon
Stallikon verabschiedet alt Gemeindeschreiber Franz Birri

Die Stalliker Gemeindeversammlung hat am Mittwoch, 9. Juni 2010, die Jahresrechnung 2009 genehmigt sowie den Angebotsverbesserungen auf der Postautolinie 235 und dem Projekt für den Bau einer Versorgungswasserleitung im Hofstetterweidweg zugestimmt. 54 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verabschiedeten in der Turnhalle Loomatt alt Gemeindeschreiber Franz Birri herzlich.

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Stallikon verabschiedet alt Gemeindeschreiber Franz Birri

Stallikon verabschiedet alt Gemeindeschreiber Franz Birri

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Von Urs E. Kneubühl

Bewegende Sprünge beinhalteten die drei offiziellen Geschäfte, welche die Gemeindeversammlung Stallikon am vergangenen Mittwochabend in der Turnhalle Loomatt verhandelt hat, nicht. Die entsprechenden Anträge des Gemeinderates passierten in der Folge auch diskussionslos und einstimmig. Erbaulich gestaltete sich dann allerdings der Apéro zum Schluss der offiziellen Gemeindeversammlung, mit welchem die Gemeinde ihren langjährigen Gemeindeschreiber Franz Birri feierlich aus dem Amt verabschiedete. Gemeindepräsident Walter Ess liess die 40 Arbeitsjahre des «engagierten, gründlichen und klaren Denkers» kurz Revue passieren. Er lobte und verdankte den Fleiss, das Verhandlungsgeschick und das Engagement Birris, der - so Ess - «alles stets mit Herzblut für die Gemeinde gemacht hat». Sichtlich gerührt nahm Franz Birri die «Standing Ovations» der Versammlung entgegen und dankte seinerseits herzlich für die gute und faire Zusammenarbeit.
Die Jahresrechnung 2009 der Gemeinde Stallikon schliesst mit einem Total-Aufwand von 15,65 Mio. Franken und einem Total-Ertrag von 15,19 Mio. Franken ab. Daraus resultiert ein Aufwandüberschuss von 467 122 Franken, während im Voranschlag noch mit einem solchen von 1,25 Mio. Franken gerechnet wurde. Zum günstigeren Rechnungsergebnis tragen mehrere Faktoren bei: Dem saldierten Steuerbetrag von rund 1,12 Mio. Franken stehen nennenswert höhere Ausgaben für Schule, Verkehr und soziale Wohlfahrt gegenüber. Der Aufwandüberschuss wird dem Eigenkapital belastet, welches Ende Rechnungsjahr 16,08 Mio. Franken beträgt. Die gegenüber dem Budget geringfügig tieferen Nettoinvestitionen sind vor allem auf höhere Wasser- und Abwasseranschlussgebühren von rund 630 000 Franken zurückzuführen. Die 54 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verabschiedeten die laufende Rechnung der politischen Gemeinde ohne Diskussionen und ohne Gegenstimme.

Postautolinie 235: Frühkurs
beibehalten

Eigentlich hätte der werktägliche Frühkurs auf der Postautolinie 235 (Zürich-Wiedikon/Triemli - Stallikon - Hausen - Ebertswil) auf den zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 fest ins Angebot des Zürcher Verkehrsverbundes ZVV aufgenommen werden sollen - daraus wird allerdings nun aus Spargründen wiederum nichts. Besagter Frühkurs bleibt weiterhin, was er seit 2003 ist, nämlich eine so genannte §-20-Leistung, für welche die Gemeinden aufzukommen haben. Folglich blieb dem Stalliker Gemeinderat, der zwar beim ZVV gegen die stiefmütterliche Behandlung beim Verkehrsangebot für Stallikon in aller Form protestiert hat, nichts anderes, als der Gemeindeversammlung für die Verlängerung der Finanzierung dieses Frühkurses für ein weiteres Jahr einen Kredit von 31 000 Franken zu beantragen. Diesen genehmigte die Versammlung am Mittwochabend einstimmig.

398 000 Franken für Wasserleitung
Leitungsbrüche und Erneuerungsarbeiten bei Haushaltanschluss-Leitungen, die direkt mit der Transportwasserleitung im Hofstetterweidweg zwischen Rainstrasse und dem Reservoir Hofstetterweidweg verbunden sind, haben in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen im übrigen Leitungsnetz geführt. Im Rahmen der Überarbeitung des generellen Wasserversorgungsprojektes wurde in der Folge die Erstellung einer separaten Versorgungsleitung, parallel zur genannten Transportwasserleitung, disponiert. Das entsprechende Projekt sieht den Neubau einer Versorgungswasserleitung zwischen Rainstrasse und dem Anschluss Hüttenrain vor. Die neue Leitung wird mit den bestehenden Versorgungsleitungen in der Rainstrasse, der Büelstrasse und im Hüttenrain verbunden. Zudem bleiben die Anschlüsse an die Transportleitung im Bereich Büelstrasse und Hüttenrain bestehen. Bestehende Hausanschlüsse, Hydrantenleitungen und die Versorgungsleitung im Junker werden an die neue Leitung angeschlossen.
Den für dieses Projekt vom Gemeinderat beantragten Kredit zu Lasten der Investitionsrechnung von 398 000 Franken hiess die Gemeindeversammlung am Mittwochabend ebenfalls diskussionslos und ohne Gegenstimme gut. Ein Eventualantrag aus der Versammlung, um Prüfung der gleichzeitigen Erstellung eines Trottoirs im Hofstetterweidweg, fand dagegen nur wenig Unterstützung. Die Argumentation des Gemeinderates, ein solches Projekt bereits einmal geprüft und wegen zu hoher Kosten verworfen zu haben, überzeugte.

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