Susanne Hörth

Der Tag, an dem Kurt Moser aus Kaisten den Titel des Weltmeisters als Senioren-Bergläufer im Team geholt hat, liegt bereits einige Monate zurück; der Tag, an welchem er für diese Leistung geehrt wurde, erst ein paar Stunden. Die Alte Garde Kaisten hat das Versäumnis der Gemeinde nachgeholt und den verdienten Sportler im Rahmen eines Apéros vor dem Kaister Gemeindehaus am Montagabend ausgezeichnet.

Die Alte Garde ist kein eingetragener Verein. Die Gemeinschaft besteht aus ehemaligen aktiven Fussballern des FC Kaisten (mittlerweile ist dieser mit Laufenburg zusammengeschlossen). Alljährlich greift die Alte Garde an der Fasnacht mit spitzer Feder in ihren Schnitzelbänken Geschehnisse aus dem Dorf auf. So auch an der bereits der Vergangenheit angehörenden Chaischter Strossefasnacht 2010. Dort wurde in Reimform dem Unverständnis für die nicht abgehaltene Ehrung von Bergläufer Kurt Moser Ausdruck gegeben. Statt sich darüber weiter zu ärgern, nahmen die Mitglieder der Alten Garden die Sache selbst in die Hand und organisierten für eben Montagabend einen kleinen Empfang.

Der Lorbeerkranz

Die Laudatio hielt «Narr Ursus» (Urs Schnetzler). «Die meisten Menschen werden als Original geboren und sterben als Kopie», so der Redner und weiter: «Ich denke, aus Kurt Moser ist mehr geworden. Er ist sich stets selbst treu geblieben und ist keine billige Kopie eines aufgeblasenen Möchtegern-Athleten geworden. Er ist trotz seinen grossen Erfolge Kurt Moser geblieben.» Als Zeichen der Anerkennung wurde dem Bergläufer ein Lorbeerkranz überreicht, steht dieser doch für besondere Ehre. Schon im antiken Griechenland wurden damit herausragende Sportler geehrt. Im Alten Rom war der Lorbeerkranz Zeichen des militärischen Siegers bei der Rückkehr nach Rom. Später trugen auch die Kaiser Roms den Lorbeerkranz als Zeichen ihres Ruhmes.

«Der Kranz soll dir Ansporn sein und dich für weitere Heldentaten anregen. Wir alle sind mit Stolz erfüllt, einen so erfolgreichen Sportler und einen grossartigen Menschen in unserer Gemeinde zu wissen», so der Redner. Er wünschte dem Geehrten weiterhin viel Freude bei seinem geliebten Laufsport.

Ehrliche Freude

Die Freude, das Strahlen im Gesicht von Kurt Moser beim Hochheben des Pokals mit persönlicher Inschrift, verdeutlichte mehr, als es viele Worte hätten tun können. «Ich bin glücklich,» so ein gerührter Kurt Moser. Die Alte Garde hatte es verstanden, mit der Ehrung im eher kleineren Rahmen seinen tollen Erfolg bei der Weltmeisterschaft gleich nochmals ins schönste Licht zu rücken. Kurt Moser wird mit seinem Team den Weltmeistertitel an der kommenden Berglauf-Senioren-Weltmeisterschaft am 28.August in Polen verteidigen.