Vogelwarte Sempach
So gefährlich war es, diesen putzigen Uhu wieder gesund zu pflegen

Er ist wahrscheinlich in das Drahtseil einer Luftseilbahn geflogen und holte sich eine tiefe Wunde: In den letzten Wochen ist der Uhu in der Vogelwarte Sempach wieder zu Kräften gekommen. Für seine Pfleger war das eine gefährliche Angelegenheit.

Merken
Drucken
Teilen

Wenn Vreni Mattmann, Leiterin der Wildvogelstation in Sempach, den Uhu untersuchen will, muss sie ihn in den Schwitzkasten nehmen.

Das heisst: Flügel und Kopf fixieren, damit er sich nicht bewegen und weder sich selbst noch andere verletzen kann.

Besonders gefährlich sind dabei sein spitzer Schnabel und seine scharfen Krallen. Die Uhu-Füsse hält Vreni Mattmann deshalb gut fest. «Die Fänge zu sichern ist besonders wichtig –mit denen kann er einen eingerollten Igel verrupfen», sagt sie. Der Uhu faucht.

Eine tiefe Wunde

Das ist ein gutes Zeichen: Der Raubvogel ist wieder «fit und zwäg», wie die Expertin in der Sendung «tierisch» sagt.

Der Jungvogel wurde verletzt von einem Wildhüter gefunden. Wahrscheinlich war er in das Drahtseil einer Luftseilbahn geflogen.

Die Folge war eine schwere Verletzung am rechten Flügel. «Er hatte eine tiefe, entzündete, verkrustete Wunde», so Mattmann.

Die Freiheit ruft

Diese ist nun aber so gut verheilt, dass der Uhu wieder ans Fliegen denken kann. Vorerst aber nur in der Flugvoliere der Wildtierstation im bernischen Utzenstorf.

Dort soll er sich jetzt vor der Auswilderung so richtig zu Kräften kommen. Fortsetzung folgt ... (smo)