Stierhatz
Sie rennen wieder um ihr Leben: In Pamplona sind die Stiere los

Alle Jahre wieder findet sie statt: Die Stierhatz von Pamplona. Am traditionellen San-Fermin-Fest treiben etliche Wagemutige fünf Stiere durch die Gassen der Stadt. Die erste Bilanz fällt glimpflich aus: Am Montag wurden fünf Teilnehmer verletzt.

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Das San-Fermin-Fest ist nach dem Schutzheiligen der Stadt benannt.
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Eine Woche lang findet die Stierhatz jeden Morgen statt.
Die Strecke bis ins Stadion ist etwa 875 Meter lang.
Ein Läufer wird auf die Hörner genommen.
Auch viele Touristen wollen bei der Stierhatz mitmachen.
Wenig Platz zum Entrinnen in den Gassen von Pamplona.
Bei der Hatz kam es auch schon zu Todesfällen.
Tierschützer protestieren seit Jahren gegen das Spektakel.
48 Stiere werden im Rahmen der Stierläufe getötet.
Zwei Minuten und 25 Sekunden dauert ein durchschnittlicher Lauf.
Bilanz des ersten Tages: Vier Verletzte. Drei mit Knochenbrüchen, einem Läufer wurde der Oberschenkel durchbohrt.
Traditionell kleiden sich die Läufer in weiss mit einem roten Tuch.
Die Stiere werden beim Lauf einer hohen Stressbelastung ausgesetzt, klagen Tierschützer.
Ein verletzter Läufer wird medizinisch versorgt.
Für viele Teilnehmer ist der Lauf eine Mutprobe.
Der Stierlauf wird für gewöhnlich von zahlreichen Festen begleitet.
3500 Polizisten stehen im Einsatz um für Sicherheit zu sorgen.
Stierhatz in Pamplona

Das San-Fermin-Fest ist nach dem Schutzheiligen der Stadt benannt.

Keystone

Ein 52-jähriger Spanier wurde von einem Stier auf die Hörner genommen und mit Unterleibsverletzungen in ein Spital gebracht. Vier weitere Läufer erlitten Prellungen. In der Vergangenheit hatte es bei den Stiertreiben nicht selten Dutzende von Verletzten gegeben.

Bei dem Fest zu Ehren des Schutzheiligen der Region Navarra werden bis zum kommenden Montag an jedem Morgen Kampfstiere durch die engen Gassen der Regionalhauptstadt getrieben. Hunderte meist junge Menschen laufen vor den gut 500 Kilogramm schweren Bullen her. Die Stiere, die zum Auftakt des diesjährigen Festivals durch die Stadt in die Stierkampfarena getrieben wurden, stammten von einem Zuchtbetrieb in Südspanien, dessen Tiere als besonders gefährlich gelten.

Zu dem Fest werden in diesem Jahr etwa eine Million Besucher in der Stadt mit etwa 200'000 Einwohnern erwartet. Die Stadtverwaltung hatte eine neue Verordnung mit "Benimmregeln" erlassen. Danach ist es unter anderem untersagt, in angetrunkenem Zustand an den Stiertreiben teilzunehmen oder Knallkörper zu zünden. Das Spektakel war durch den Roman "Fiesta" des US-Schriftstellers Ernest Hemingway weltweit berühmt geworden. (sda)