Schulweg
Schulweg Weihermatt mit einfachen Mitteln entschärft

Kleine Massnahmen, grosse Wirkung. Der Gemeinde gelang es, den Schulweg über die Weihermattstrasse auf Anregung eines Bürgers sicherer zu gestalten.

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Schulweg Weihermatt

Schulweg Weihermatt

Limmattaler Zeitung

Flavio Fuoli

René Gutknecht, Einwohner von Urdorf und jüngst einmal Gemeinderatskandidat, machte sich Sorgen über den Übergang von Kindern über die Weihermattstrasse. Wohl seien vier Fussgängerstreifen vorhanden, doch der mittlere Schulweg verfüge über keinen sicheren Übergang, befand Gutknecht.

Er stellte der Gemeinde, vor allem Sandra Rottensteiner als Sicherheitsvorsteherin und Jürg Pauli als Werkvorstand, seine Ansichten dar und fand Gehör. Das Anliegen werde so weit wie möglich umgesetzt, wurde ihm versprochen. So schnell, dass Gutknecht von einer «super raschen Umsetzung» sprach. «Es zeigt, dass wenn beide Seiten eine Lösung finden wollen, dies mit wenigen Kompromissen funktioniert», urteilt Gutknecht.

Wie die involvierte Gemeinderätin Sandra Rottensteiner gegenüber der Limmattaler Zeitung ausführte, hätten sich alle vor Ort mit der Kapo die Verkehrssituation angeschaut. Das Problem waren vor allem die Kindergartenkinder, die auf der Höhe der Turnhalle für Turnunterricht, Mittagessen und Logopädie die Strasse überqueren müssen, so Rottensteiner.

Die Kapo habe einem zusätzlichen Fussgängerstreifen allerdings nicht zustimmen können. Stattdessen wurden zwei Massnahmen realisiert. Man habe, erläuterte Rottensteiner, die Signalisation optimiert.

Neu zeigen zwei riesige Piktogramme am Boden, beim Freibad und nach dem Altersheim, den Automobilisten an, dass sie in einen Schulbereich hineinfahren und sich dementsprechend anzupassen haben. Daneben wurde eine bauliche Massnahme realisiert, welche den Kindergartenkindern und natürlich auch anderen erlaubt, die Strasse besser und übersichtlicher zu queren.

Auf einer Art Zunge werden die Kinder sicher gegen die Strassenmitte geführt, wo die Sicht trotz der parkierten Autos besser wird. Diese Zunge führt ferner zu einer Spurverengung und einer Verlangsamung des Verkehrs.

Noch kein Tempo 30 realisiert

Wieso ist auf der Weihermattstrasse, die sowieso eine Sackgasse darstellt, noch keine Tempo-30-Zone verfügt worden? «Wir haben das bewusst noch nicht gemacht, weil wir noch nicht wissen, was mit der Einzonung im Wirbel und der Sanierung der Eisbahn passieren wird», erklärte Sandra Rottensteiner.

Die oben erwähnte Strassenzunge wurde provisorisch aufgeschüttet, damit man nicht viel Geld habe aufwerfen müssen. Denn schliesslich müsse einmal auch das Parkregime an der Weihermattstrasse erneuert und übersichtlicher gestaltet werden, blickt die Gemeinderätin in die Zukunft.