Rossknochen
Rossknochen von einem Verbrechen?

In der Region stossen zurzeit zwei «Wasserbaustellen» auf rege Aufmerksamkeit: In Brittnau geht es um Hochwasserschutzmassnahmen an der Wigger und in Aarburg um eine Sanierung der Aarequai-Rampe. In Brittnau wurden 200 Jahre alte Rossknochen gefunden.

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Aarequai und Wigger-Bachbett

Aarequai und Wigger-Bachbett

Aargauer Zeitung
Wigger-Bachbett Ausweitung des Wigger-Bachbettes in Brittnau: Blick vom Bifangsteg in Richtung Süden. (Bild: KBZ)

Wigger-Bachbett Ausweitung des Wigger-Bachbettes in Brittnau: Blick vom Bifangsteg in Richtung Süden. (Bild: KBZ)

Aargauer Zeitung

Kurt blum

Zur Erinnerung: Während den Hochwassern vom August 2005 und August 2007 trat die Wigger im Bereich der Brücke Strählgasse-Bahnhofstrasse über die Ufer und überschwemmte das angrenzende Siedlungsgebiet grossflächig. Die Ausuferung war nicht nur auf den zu kleinen Brückendurchlass zurückzuführen. Sie wurde auch durch die ungenügende Abflusskapazität in diesem Wiggerabschnitt verursacht.

Zurzeit sind die erforderlichen Hochwasserschutzmassnahmen voll in der Realisierung. Angestrebt wird damit ein vollständiger Schutz des Siedlungsgebiets sowie eine mittlere Überschwemmungsintensität der landwirtschaftlichen Flächen. Zugleich sollen das Gewässer und sein Umfeld als Lebens- und Erholungsraum aufgewertet werden. Bauherr ist der Staat Aargau und die Kosten sind mit 4,3 Mio. Franken veranschlagt, woran sich die Einwohnergemeinde Brittnau mit 1,35 Mio. Franken zu beteiligen hat. Das Projekt stammt aus der Feder des Büros Emch + Berger AG in Zofingen; verantwortlicher Bauleiter ist Urs Baumann. Gemäss seiner Auskunft ist die Umsetzung des Projekts im Terminprogramm. Vom 1. November bis zum 30. April werden die Arbeiten, sofern sie das Wasser berühren, ruhen müssen («Fisch-Schonzeit»). Man wird sich während dieser Zeit vor allem den vorgesehenen Arbeiten links und rechts des Wiggerufers annehmen.
Wie Baumann informierte wurden zwei Meter unter der Oberfläche - wie von der Archäologie festgestellt wurde - 200 Jahre alte Rossknochen gefunden. Allerdings führten auch kriminalistische Überlegungen zu keiner plausiblen Erklärung dieses Fundes ...

Landhausquai-Rampe rutschte ab

Um ein vollständiges «Versinken» der Rampe am Aarburger Aarequai zu verhindern, wird sie gegenwärtig saniert; die Arbeiten ertrugen keinen Aufschub. Es ist mit Kosten von 200 000 Franken zu rechnen, die von der Einwohnergemeinde Aarburg und dem Kanton Aargau zu tragen sind.

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