Elf weitere Personen wurden nach Polizeiangaben beim Unfall an einem beschrankten Bahnübergang in dem Ort Millas westlich von Perpignan schwer verletzt. Die Zahl der Toten könnte daher noch steigen. Neun der etwa 20 Businsassen und drei Zugpassagiere erlitten laut Polizei leichtere Verletzungen.

Die örtliche Zeitung "L'Indépendant" zitierte auf ihrer Internetseite eine Bahnreisende namens Barbara, derzufolge der Aufprall "sehr stark" war. Sie fügte hinzu: "Wir dachten, der Zug werde aus dem Gleis springen."

Der Zug war auf einer Strecke westlich von Perpignan zur Stadt Villefranche de Conflent unterwegs. Die französische Verkehrsministerin Elisabeth Borne sprach auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter von einem "schrecklichen Unfall".

Die Ministerin sowie Regierungschef Edouard Philippe und Vertreter der französischen Bahngesellschaft SNCF kündigten an, sich zum Unfallort zu begeben. Er liegt in den östlichen Pyrenäen, in der Nähe der Grenze zu Spanien.

Der französische Präsident Emmanuel Macron twitterte, seine Gedanken seien bei den Opfern des "schrecklichen Unfalls" und ihren Angehörigen. Der Staat tue alles, um zu helfen.

Dritter schwerer Unfall seit 2015

Es handelt sich um den dritten schweren Unfall auf französischen Bahngeleisen in den vergangenen vier Jahren. 2015 kamen beim Unglück eines französischen TGV-Testschnellzugs im Elsass elf Menschen ums Leben, 42 weitere wurden verletzt. 2013 gab es sieben Tote, als ein Intercity-Zug kurz vor dem Bahnhof von Brétigny-sur-Orge im Département Essonne entgleiste.

Das neuerliche tödliche Unglück dürfte die Debatte über das System der Bahnübergänge anheizen. Bei der Kollision eines Zuges mit einem Auto in Condé-sur-Huisne im Nordwesten Frankreichs waren 2015 drei Menschen ums Leben gekommen. 1997 wurden an einem Bahnübergang in der Nähe von Port-Sainte-Foy in Westfrankreich 13 Menschen getötet, als ein Regionalzug einen Tanklaster erfasste.