Mystischer Nebel

Nie da gewesene Aufnahmen zeigen: So atemberaubend schön kann das Universum sein

NASA-Aufnahmen zeigen: So schön ist das Weltall (Kurz-Version)

Eigentlich ist unser Auge zu schwach, um solche Bilder wahrzunehmen. Astronomen und Visualisierungs-Profis haben sie nun sichtbar gemacht.

Ein längeres Video finden Sie am Ende des Artikels.

Auf bisher einzigartige Weise machen neue NASA-Aufnahmen die Schönheit des mystischen Orionnebels sichtbar, die unser Auge sonst nicht wahrzunehmen vermag. Dafür haben die Astronomen in Hollywood abgeschaut. Begeben Sie sich auf eine einzigartige Reise in die Weiten des Alls.

Im Orionnebel ist immer etwas los: Hier sterben häufig alte Sterne und neue werden geboren. Der Nebel im Sternbild Orion ist aber auch für seine gewaltige Farbenpracht bekannt. Am Donnerstag hat die US-Weltraumbehörde NASA neue Videos veröffentlicht, die die Schönheit des Nebels in bisher einzigartiger Weise zeigen. Die dreidimensionalen Aufnahmen nehmen den Betrachter mit auf eine Reise zu neugeborenen Sternen, durch glühende Wolken und eindrückliche Gasansammlungen.

Der Clou an der Sache: Das menschliche Auge könnte den Nebel selbst aus nächster Nähe nicht wie im Video wahrnehmen. Um die wahre Schönheit des Orionnebels sichtbar zu machen, haben Astronomen und Visualisierungs-Profis zweier US-Forschungsinstitute die Aufnahmen zweier Teleskope übereinander gelegt. Sie haben sich Techniken bedient, die sonst Hollywood-Filmen Bildgewalt verleihen. Sie haben für das Auge sichtbare Bilder mit Infrarot-Aufnahmen kombiniert. Diese Wellenlängen sind für den Menschen unsichtbar. Dank der Kombination kommen nun Details zum Vorschein, die dem menschlichen Auge sonst verborgen bleiben – etwa Sterne, die tief im Nebel eingebettet sind. Ein völliger neuer Blick ins Weltall wird möglich.

Der Orionnebel ist dank seiner Helligkeit auch von Auge zu erspähen. Er liegt in der Milchstrasse im Sternbild Orion, 1350 Lichtjahre von der Erde entfernt. Dank seines jugendlichen Alters von nur zwei Millionen Jahren ist er ein ideales Forschungsobjekt für Astronomen: Sie können junge Sterne beobachten und damit möglicherweise nachvollziehen, wie die Geburt der Sonne vor 4,6 Milliarden Jahren vonstatten ging. 

Ein längerer Flug durch den Orionnebel:

Ein längerer Flug durch den Orionnebel

(mwa)

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