Ukraine

Neue Schutzhülle für Reaktor in Tschernobyl offiziell in Betrieb

Die riesige Schutzhülle über dem 1986 explodierten Reaktor des Atomkraftwerks Tschernobyl soll hundert Jahre halten und Tornados standhalten. (Archivbild)

Die riesige Schutzhülle über dem 1986 explodierten Reaktor des Atomkraftwerks Tschernobyl soll hundert Jahre halten und Tornados standhalten. (Archivbild)

Die neue riesige Schutzhülle über dem 1986 explodierten Reaktor des Atomkraftwerks Tschernobyl ist am Mittwoch offiziell in Betrieb genommen worden.

Dutzende Länder hätten sich an der Finanzierung beteiligt, um "den ganzen Planeten und die Menschheit vor radioaktiver Verseuchung zu schützen", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die 108 Meter hohe und 36'000 Tonnen schwere Metallkonstruktion soll hundert Jahre halten und Tornados standhalten.

An den Kosten von 1,5 Milliarden Euro hatten sich 45 Länder beteiligt. Die Schutzhülle war bereits 2016 über den alten Reaktor geschoben worden. In den kommenden Jahren wird der kurz nach dem Unglück zur Eindämmung der radioaktiven Strahlung errichtete alte Beton-Sarkophag abgebaut. Er hatte über die Jahre Risse bekommen.

Der Atomreaktor von Tschernobyl war am 26. April 1986 explodiert und hatte weite Teile der Ukraine, Weissrusslands sowie anderer Staaten der damaligen Sowjetunion verstrahlt. Auch in anderen europäischen Ländern - auch in der Schweiz - wurde über längere Zeit erhöhte radioaktive Strahlung gemessen.

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