Moto-Cross auch ohne Lärm: Ganz einfach mit Strom

Der Staub wirbelt, die Piloten fliegen über die Piste – doch die Motoren dröhnen nicht. Sieht so die Zukunft des Motorsports aus? Oder besser: Klingt sie so?

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Elektrotöff

Elektrotöff

Aargauer Zeitung

Andrea Weibel

Testfahrt heute in Niederwil

Elektrobikes können heute in Niederwil unterhalb des Kreisels Richtung Gnadenthal ausprobiert werden. Auch eine «Wheelie Machine» steht bereit.

Das Eindrücklichste an den Elektrobikes ist jedoch das Geräusch, das sie beim Fahren erzeugen - nämlich keines. Man hört lediglich den Kies, der unter ihren Reifen davonspritzt. «Das ist ein grosser Vorteil für die Fahrer», erklärt auch Marc Riser, Verkaufs- und Marketingleiter bei Quantya, der ersten Schweizer Elektrobike-Herstellerin. «Enduro- oder Moto-Cross-Fahrer müssen sonst nach Frankreich oder Italien, um trainieren zu können. Jetzt können sie auch abends für ein Stündchen raus aufs Feld.» Zudem könne man die Motorräder auch als Transportmittel für die Strasse einlösen.

Training auf brachliegenden Feldern
Um die Elektro-Motorräder bekannter zu machen und den Fahrern einen Trainingsplatz zu bieten, möchte Tommy Heimberg regelmässig Trainings und Fahrtechnikkurse für Einsteiger organisieren und Strecken zur Verfügung stellen. «Gerade jetzt nach der Ernte liegen die Felder meistens brach, bevor die Bauern wieder neu ansäen», weiss der Sohn einer Bauernfamilie. Auf diesen Feldern möchte Heimberg jeweils einen Monat lang trainieren. Dabei entstehe kein Abfall, und wenn das Feld geackert sei, sehe alles wieder aus wie zuvor.

Einige Bauern haben ihm bereits ihre Felder zur Verfügung gestellt. So auch zwei aus Niederwil, auf deren Gründüngung heute Samstag trainiert werden kann. «Die Firma Quantya und ich stellen einige Motorräder zur Verfügung. So sollen auch Leute, die sonst nicht Töff fahren, Einblick in den Sport erhalten und die Geräte selber ausprobieren können.»

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