Mit neuen Nummern durch die Stadt

Ab Mitte Dezember gilt für die Stadt und die Region Langenthal ein neues Busangebot – mit längeren Verkehrszeiten und mehr Fahrten.

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Aare Seeland mobil

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az Langenthaler Tagblatt

Tobias Granwehr

Stadtbus Langenthal: Das neue Angebot

Neu verkehren die Stadtbuslinien von Montag bis Freitag bis 20 Uhr, am Samstag bis 17.30 Uhr. An Sonntagen verkehren die Stadtbusse im Stundentakt zum Spital, nach Schoren und nach Lotzwil.

- Linie 63 (früher Linie 13) neu im Viertelstundentakt. Somit sind die Wartezeiten kürzer, um auf Bahn oder andere Busse umzusteigen.

- Linie 64 (früher Linie 14) verkehrt wie bisher im Halbstundentakt. Sie startet neu bei der Eisbahn und führt durch das Schorenquartier direkt ins Zentrum. Ab dort fährt der Bus weiter durch die Mittelstrasse bis nach Lotzwil. Aus zeitlichen Gründen kann die Linie 64 nicht direkt zum Bahnhof fahren. Ab der Haltestelle Wiesenstrasse (Migros) besteht die Möglichkeit, umzusteigen. (mgt)

Detaillierter Fahrplan:
www.aare-seeland-mobil.ch

Ziel ist, nichts zu streichen

Für Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP), gleichzeitig Vizepräsident der Regionalen Verkehrskonferenz (RVK), bedeutet das neue Busangebot eine Stärkung des regionalen öV. Das sei in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Für die Stadt ergeben sich laut Rufener jährliche Zusatzkosten von etwa 250 000 Franken. Dazu kämen noch Investitionen in die Infrastruktur (zum Beispiel Haltestellen). Dieser Betrag sei aber noch nicht abschätzbar.

«Bei solchen Änderungen im öffentlichen Verkehr wie jetzt in der Stadt, gibt es natürlich immer auch Betroffene», so der Stapi. Er sprach damit die Quartierbewohner im Bereich der Weissensteinstrasse an, die mittels einer Petition gegen die Aufhebung der dortigen Haltestelle protestieren. Im öV gäbe es nun mal übergeordnete Interessen, sagte Rufener. Das Ziel sei immer: Das Angebot zu ändern und nichts zu streichen. «Im Fall Langenthals überwiegt das zusätzliche Angebot die Verschlechterungen.» Fredy Miller ergänzte: Die asm müsse möglichst kostengünstig ein möglichst gutes Angebot bereitstellen. «Die jetzigen Optimierungen der Buslinien wären auf dem bisherigen Routennetz nicht möglich gewesen», sagte er. Gemäss Rufener sind in der Stadt alle Quartiere mit dem Bus erschlossen. «Die neue Linienführung gilt ausserdem nicht für immer. Es sind weitere Entwicklungsschritte möglich.»

Am 9. Dezember vor Ort

Neu sind bereits jetzt die Nummern der beiden Stadtbuslinien. Sie erfreuen allerdings auch den Stadtpräsidenten nicht sonderlich, wie er offen zugab. Miller lieferte die Erklärung dazu: «Das gesamte schweizerische Fahrplansystem ist erneuert worden. Deshalb haben auch unsere Linien neue Nummern.»

Das veränderte Angebot muss den Kunden nun entsprechend erklärt werden. Die asm plant, Flyer in alle Haushalte zu verteilen. «Zudem werden wir am 9. Dezember in der Stadt präsent sein und die öV-Benutzer auf die Neuerungen aufmerksam machen», so Miller.
Verbesserung im Raum Wangen a/A

Nicht nur in Langenthal, auch im Raum Wangen a/A-Herzogenbuchsee profitieren die Kunden der Aare Seeland mobil (asm) von wesentlichen Verbesserungen: Die Fahrgelegenheiten zwischen Wangen a/A und Buchsi werden erhöht und umliegende Gemeinden besser erschlossen. Für Wangenried, Walliswil b.W., Heimenhausen und Inkwil werde morgens und abends ein Zubringer-Kleinbus in Betrieb genommen, erklärte asm-Direktor Fredy Miller gestern. «Das Umsteigen in den Schnellbus erfolgt in Röthenbach und in Wangen a/A.» Der Schnellbus verkehrt gemäss Miller halbstündlich direkt von Wangen a/A über Röthenbach, Wanzwil nach Herzogenbuchsee - «die Verbindung wird somit schneller». Für die kleineren, umliegenden Gemeinden werden auf den 13. Dezember hin einige weitere Verbesserungen eingeführt. «Um die Kunden darüber zu orientieren, erhalten alle Haushalte der betroffenen Gemeinden Ende November einen Flyer mit detaillierten Informationen», so Miller.