In Lenzburg tut sich etwas bei der schul- und familienergänzenden Betreuung: Einerseits erfasst eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Stadträtin Heidi Berner zurzeit alle existierenden Angebote. Aufgrund des akuten Raumbedarfs von mehreren Institutionen brachte die grünliberale Grossrätin Barbara Portmann-Müller die Idee eines Familienzentrums ins Spiel. «Wir wollen aber die Arbeitsgruppe der Stadt nicht konkurrenzieren», sagte Portmann am Dienstag Abend, als eine Gruppe von Betroffenen sich zum Austausch traf - mit am Tisch sassen auch mehrere Lenzburger Einwohnerräte.

Bereits zu spät ist es für die Spielgruppe Bimbo. Weil der Kindergarten Breitfeld abgerissen wird, muss die Gruppe Ende März aus ihren bisherigen Räumen ausziehen. Da bis jetzt kein passender Ersatz gefunden wurde, schliessen die Leiterinnen Marlis Picco und Nunzia Venzi schweren Herzens ihre Spielgruppe, in welcher sie rund 40 Kinder betreuten.

Der Mittagstisch Lenzburg ist im Zeughaus einquartiert. «Wir sind gerne hier, aber dass wir jeweils ausziehen müssen, wenn das Militär die Räume braucht, ist unbefriedigend», sagt Claudia Wettstein, eine der Leiterinnen. «Die Wertschätzung unserer Arbeit fehlt.» Ein Wermutstropfen ist auch, dass die Kinder auf dem Zeughausareal nicht im Freien spielen können. Auch im Zeughaus untergebracht ist der Schülerhort Mary Poppins. Die Ludothek braucht ab 2011 neue Räume, da der bisherige Standort an der Rathausgasse umgebaut wird. Der gemeinnützige Verein kann sich keine hohen Mieten leisten. (ju)Seite 42