Kohle

Kohle von ausgezeichneter Qualität

Kohle ausziehen: Köhlerin Doris Wicki hilft mit Wasser, die Kohle abzukühlen und erteilt Anweisungen an die Helfer. Mit dem Bagger wurde der Kohlenmeiler von oben her geöffnet. Vorne ist die hergestellte Holzkohle zu sehen. Die so genannte «Löschi» wird mit Karetten wegtransportiert. Oliver menge

Kohlenmeiler Biezwil

Kohle ausziehen: Köhlerin Doris Wicki hilft mit Wasser, die Kohle abzukühlen und erteilt Anweisungen an die Helfer. Mit dem Bagger wurde der Kohlenmeiler von oben her geöffnet. Vorne ist die hergestellte Holzkohle zu sehen. Die so genannte «Löschi» wird mit Karetten wegtransportiert. Oliver menge

Schon gestern Mittag konnte mit dem Abfüllen der Bucheggberger Holzkohle begonnen werden. Köhlerin Doris Wicki ist sehr zufrieden mit der Qualität. Der Grossanlass des Waldwirtschaftsverbandes Bucheggberg hat alle Erwartungen der Verantwortlichen übertroffen.

Rahel Meier

«Achtung heiss!». Es zischt und raucht beim Kohlenmeiler in Biezwil. Gestern Morgen wurde der Meiler ausgezogen. Viele freiwillige Helfer waren damit beschäftigt, die Abdeckung, die so genannte «Löschi», vom Meiler wegzuschaufeln. Danach wurde ein Bagger eingesetzt, der den Kohlenmeiler öffnete. Nachher mussten die rund 5 Tonnen Holzkohle mit Rechen aus dem Kohlenmeiler herausgezogen werden. Um die Kohle abzukühlen, wurde sie, wo nötig, mit Wasser bespritzt. Schon am Mittag war alles Wasser verdampft, und es konnte mit dem Abfüllen der Bucheggberger Holzkohle in 8-Kilo-Säcke begonnen werden.

Gute Qualität

Köhlerin Doris Wicki freute sich. «Die Qualität der Holzkohle ist sehr gut», meinte sie schon nach wenigen Blicken. Das Holz sei gut durchgekohlt, es sei nichts verbrannt. Dieses Ergebnis sei auch darauf zurückzuführen, dass das Holz sehr trocken war und gut geschichtet wurde. Doris Wicki hat Erfahrung als Köhlerin. Zusammen mit ihrem Vater und ihren Brüdern hat sie schon unzählige Kohlenmeiler betreut. Der Meiler in Biezwil war der zehnte, den sie alleine betreute. Es war auch das erste Mal, dass sie an einem Ort war, an dem um den Meiler herum ein so umfangreiches Programm geboten wurde. Es gab viele Führungen, aber auch Einzelpersonen waren vor Ort, die sich von Doris Wicki den Vorgang des Köhlerns erklären liessen. «Der grosse Zuschaueraufmarsch war eher ungewohnt, es hat mir aber grossen Spass gemacht», meinte Wicki. Hans Rätz (Jubiläums-OK-Präsident) und Ulrich Stebler (Geschäftsführer Waldwirtschaftsverband Bucheggberg) sprachen der Köhlerin ein grosses Kompliment aus. «Sie hat das wirklich sehr gut gemacht.»

Sehr viel Publikum

«Es ist schwierig abzuschätzen, wie viele Leute den Kohlenmeiler besuchten», meinte Rätz. Er sei sehr zufrieden mit dem Zuschaueraufmarsch. «Es waren viel mehr Leute hier, als wir erwartet haben. Die Festwirtschaft war immer gut besucht.» Glück habe man sicher auch mit dem Wetter gehabt. Zudem habe das Rahmenprogramm viel Verschiedenes geboten. «Da fanden wirklich alle etwas, das sie angesprochen hat.»

Grossen Anklang fand auch das Schülerprogramm. 35 Klassen, mit gegen 650 Kindern, vor allem aus dem Bucheggberg, besuchten seit Schulbeginn am 11. August den Kohlenmeiler. «Die Kinder wurden vor Ort verpflegt. Finanziert wurde dies unabhängig vom Jubiläumsanlass via Bundesgelder, Lotteriefonds und einem Beitrag der Baloise Bank SoBa», erklärte Ulrich Stebler, der für diesen teil verantwortlich zeichnete.

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