Sechseläuten

Kinder machen den Auftakt zum Zürcher Sechseläuten 2009

Umzugsteilnehmer in Zürich

Umzugsteilnehmer in Zürich

Der Auftakt zum Zürcher Sechseläuten 2009 ist geglückt: Über 2000 Kinder zogen bei herrlichem Wetter bunt kostümiert durch die Innenstadt. Neben den verkleideten Knaben und Mädchen und vielen Pferden marschierten auch zwei Kamele mit.

Den Anfang machten traditionellerweise die Gäste aus dem Gastkanton. Rund 400 Kinder aus Schaffhausen in bunten Pullovern und mit Ballonen führten den Umzug an. Es wurde musiziert und gesungen. Aus ihrem "Paradies", wie sie ihre Heimat auf ihren Shirts bezeichneten, brachten sie auch Schafe und Ponys mit.

Dahinter folgten wie jedes Jahr historisch gewandete Zürcher Kinder. Da marschierten Biedermeier, Edelfräuleins, Rokokodamen, Patrizier, Handwerker und Kadetten. Sie führten durch 600 Jahre Zürcher Geschichte vom Mittelalter bis zur Biedermeier-Zeit. Dazwischen zogen verschiedene Kutschen und Fuhrwerke vorbei.

Für den musikalischen Rahmen sorgten wie jedes Jahr die Zürcher Knabenmusik und Musikkorps aus verschiedenen Gemeinden - insgesamt 870 Musikanten. Und immer wieder ertönte dabei die unverwechselbare Melodie des Sechseläuten-Marsches. Er gilt trotz ausländischen Wurzeln schon seit Jahrzehnten als des Zürchers heimliche Hymne.

Nicht fehlen durften auch in diesem Jahr die Kinder und Jugendlichen, die mit ihrem Auftritt die Weltoffenheit Zürichs manifestieren sollen. Im Gegensatz zum ersten sehr traditionellen Teil des Umzugs wurde hier aus der Reihe getanzt, mit unbekannten Instrumenten laute Musik gemacht und viel gelacht.

Ganz am Schluss des Umzugs folgte dann noch der Hauptdarsteller des Zürcher Frühlingsfestes, der Böögg. Auf einem von Pferden gezogenen Wagen fristete der mit Knallkörpern und Watte gefüllte "Schneemann" seine letzten Stunden, bevor er am Montag verbrannt wird. Je früher er dann explodiert, desto schöner wird der Sommer, besagt der Brauch.

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