Suhr
Kein Risiko für Suhrer Wasser

Die Technischen Betriebe Suhr (TBS) haben den Auftrag erteilt, ein Konzept für die Sicherung der Trinkwasserqualität in der Gemeinde zu erarbeiten. Die Analyse hat keine Risiken ausgemacht, welche eine unmittelbare Intervention verlangen.

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Aargauer Zeitung

Die TBS fördern jährlich rund eine Million Kubikmeter Trinkwasser und führen die geforderten Qualitätskontrollen vorschriftsgemäss durch. Da die Gesetze von nationaler Gültigkeit sind, tragen sie der individuellen Situation in Suhr nur beschränkt Rechnung. An diesem Punkt setzt das Konzept an. Zur realistischen Qualitätsbeurteilung wurden die standortspezifischen Risiken ermittelt und bewertet.

Schutzzonen werden respektiert

Die Analyse der Firma GeoServe GmbH, Suhr, hat keine Risiken ausgemacht, welche eine unmittelbare Intervention verlangen. Besonders positiv ist die Forstbewirtschaftung in der Nähe der Quellgebiete aufgefallen. Die Schutzzonen werden respektiert und die Quellfassungen sind ausnahmslos in einem guten Zustand.

In den Bereichen Siedlungsgewässer, Verkehrswege und Chemierisikostandorte konnten keine oder nur geringfügige Risiken eruiert werden. Für eine zuverlässige Aussage zu den Bereichen Oberflächengewässer Suhre, Landwirtschaft, Altlasten und ARA sind die vorhandenen Datensammlungen noch zu lückenhaft.

Man kann jedoch davon ausgehen, dass aus diesen Betrachtungsfeldern im Maximum mittlere Risiken zu erwarten sind. Den TBS wird zur Erhaltung respektive Verbesserung der Trinkwasserqualität empfohlen, mit einem kleinen Erdwall die Grundwasserfassung bei Suhrehochwasser einfach und kostengünstig vor einer Überflutung zu schützen. Weiter sollte die Informationsbasis erweitert werden, um alle Betrachtungsfelder abschliessend beurteilen zu können.

Zu diesem Zweck wurde ein breites Untersuchungsprogramm vorgeschlagen, das in den nächsten zwei Jahren durchgeführt werden soll. Ein aktiver Dialog mit verschiedenen Nutzer- und Interessengruppen wie Landwirtschaft und Renaturierungsinitiativen soll dazu dienen, Zielkonflikte frühzeitig zu erkennen, um gemeinsam nach Lösungen suchen zu können. Die Zusammenarbeit mit umliegenden Wasserversorgungen wird als unumgänglich bezeichnet. Regionale Versorgungskonzepte müssten vervollständigt und mithilfe einer langfristigen Investitionsplanung umgesetzt werden, schlägt die Firma GeoServe vor. (pd/az)

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