Socasa

«In einer Stunde zehn Kontakte»

Zufrieden, auch wenn er im Branchenmix noch Optimierungsmöglichkeiten sieht: Socasa-Chef Roger Saudan.

In einer Stunde zehn Kontakte

Zufrieden, auch wenn er im Branchenmix noch Optimierungsmöglichkeiten sieht: Socasa-Chef Roger Saudan.

Im Casting für «Messe-Superstar» würde die «Socasa», die heute Sonntag die Tore schliesst, zumindest in den Final vorstossen. Nicht wegen der Grösse, sondern wegen der grosszügigen Ausgestaltung.

Socasa-Chef Roger Saudan ist zufrieden: «Die Ausstellung hat die Erwartungen erfüllt, Aussteller wie Besucher zeigen sich durchwegs zufrieden.» Mit über 8000 zahlenden Besucherinnen und Besuchern, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von knapp 20 Prozent, ist für Saudan das quantitative Ziel erreicht, mit dem neuen, offenen und grosszügigen Ausstellungskonzept das qualitative. Die Dreiteilung des Messsekonzepts - All-in-One in der Rythalle, traditionelle Ausstellung im ersten Zelt und der Birkenhain - sei im nächsten Jahr ausbaubar. Verbesserungspotenzial sieht er noch im Branchenmix: «Daran arbeiten wir.»


Element Garten schön präsentiert

Entscheidend mit zum guten Gelingen beigetragen hat der Solothurner Gärtnermeisterverband, neudeutsch «Jardin Suisse Solothurn» (wo bleibt das ambassadorische «Soleure»?). Als grüne (Birkenhain-)Oase mit offenem Ausstellungsangebot, ohne Wände und traditionelle Stände, präsentierte sich während der vier Ausstellungstage das hinterste Zelt auf dem Rythalle-Areal. «Wir wollten mal unseren Berufsstand, den Verband und auch die Lernenden in einem passenden Rahmen präsentieren», erklärt Verbandpräsident Anton Sonderegger die Ziele. Trotz relativ kurzer Vorbereitungszeit, der Entscheid wurde an der Generalversammlung im Januar gefällt, ist es den engagierten Gärtnern gelungen, der «Messe für Eigenheim, Wohnen und Garten Solothurn» das bislang eher stiefmütterlich behandelte Element «Garten» nicht nur inhaltlich interessant, sondern auch ästhetisch gelungen zu präsentieren. «Die Reaktionen sind überwältigend positiv», zieht Sonderegger Bilanz. Die Ausstellungsform als grüner, offener Park kommt denn auch durchwegs bei allen befragten Besuchern gut an.


Wichtiger Publikumskontakt

Auch die anderen Aussteller zeigen sich zufrieden. Unisono rühmen sie das interessierte Publikum. Peter Bindt liegt nur scheinbar träge auf einem Bett. Der Inhaber der Oltner Firma «Vita Norm» macht liegend Werbung für seine Matratzen und Wasserbetten. «Die Socasa ist für mich ein Instrument, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen.» Umsatzmässig sei die Socasa im Unterschied etwa zur HESO zwar nicht interessant, der direkte und intensive Kontakt zum Publikum sei ihm aber wichtig.

Ruedi Iseli vertrat zusammen mit Alois Wertli den Forstbetrieb der Bürgergemeinde Stadt Solothurn. Dass seine Dienstleistungen nicht gerade unmittelbar deckungsgleich sind mit dem Zielpublikum der Socasa, stört ihn nicht. Im Gegenteil. Die Tatsache, dass die Qualität der Besucherinnen und Besucher die Quantität deutlich übersteigt, macht es für ihn gerade interessant. «Neben unserem Holzproduktionsbetrieb bieten wir verschiedene Dienstleistungen an und erstellen waldnahe Produkte.» Gerade hier baut er auf den «Wiedererkennungseffekt, wenn die Leute dann später mal eines unserer Produkte suchen und kaufen.» Ebenfalls zwischen den Birken war der dritte Vertreter der grünen Zunft zu finden. Martin Tschopp von der Solothurner Gartenbaufirma Egger freut sich über «die sehr gute Resonanz». Er habe seine Firma direkt und mit wenig Streuverlust präsentieren können. Dabei sei der direkte Verkauf nicht im Vordergrund, dank der «sehr einladenden und schönen Gestaltung des Ausstellungsbereiches» ist er aber sicher, dass das Ziel, die Firma bekannter zu machen, erreicht worden ist.

Die Einschätzung der über 70 Aussteller, von Banken bis Storenbau, von Steinhauern bis Metallbau, fasste Gewerbevereinspräsident Stefan Blaser (Roth AG) in einem Satz zusammen: «In einer Stunde hatte ich jetzt zehn interessante Kontakte.»

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