Die milden Wetterbedingungen im September und Oktober ermöglichten die Kelterung einer gesunden und optimal reifen Weinernte, schreiben die Walliser Behörden in einem Communiqué vom Dienstag.

Mit 39,3 Millionen Liter handle es sich 2010 aber um eine relativ kleine Weinernte. In den letzten zehn Jahren wiesen nur gerade die Jahrgänge 2005 (37,6 Mio. Liter) und 2003 (35,3 Mio. Liter) kleinere Mengen auf.

Bei den Weissweinen beträgt die produzierte Menge 16,2 Mio. Liter. Davon sind 9,6 Mio. Chasselas (59 Prozent) und knapp 2,3 Mio. Liter Sylvaner (14 Prozent). Die restlichen 27 Prozent verteilen sich vor allem auf den Petite Arvine (1,3 Mio. Liter), den Heida (0,6 Mio. Liter), den Malvoisie (0,5 Mio. Liter) und den Chardonnay (0,4 Mio. Liter).

2010 wurden zudem im Wallis 23,1 Mio. Liter Rotweine produziert. Der Pinot Noir macht davon mit 12,2 Mio. Liter oder 53 Prozent den grössten Teil aus. Das sind rund 14 Prozent weniger als im Vorjahr mit gut 14 Mio. Liter.

Auf dem zweiten Platz folgt der Gamay mit 4,9 Mio. Liter (21 Prozent). Die restlichen 26 Prozent verteilen sich in erster Linie auf den Syrah mit knapp 1,3 Mio. Liter, den Humagne rouge (1,2 Mio. Liter) und den Cornalin (0,9 Mio. Liter).

Schweizweit kleine Weinernte

Die Weinernte im Wallis entspricht dem nationalen Trend: Das Jahr 2010 verspricht für die ganze Schweiz ein sehr gutes Weinjahr zu werden.

Hingegen ist die Weinernte schweizweit relativ klein ausgefallen. Das Produktionsvolumen fiel mit 102,3 Millionen Liter um 7,8 Prozent tiefer aus als im Vorjahr. 2010 betrug die Weinanbaufläche knapp 15'000 Hektaren - das entspricht etwas mehr als der Hälfte des Kantons Genf.