Twerenbold AG
Grosse Investition für die Reiselust

Twerenbold-Reisen AG investiert rund 13 Mio. Franken in eine Überbauung mit Busgarage, Büroräumen sowie Mietwohnungen.

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Aargauer Zeitung

Stefanie Niederhäuser

Die Vorgaben, die der geplante Bau erfüllen muss, sind eher ungewöhnlich: Er soll den Ansprüchen eines Busbetriebes ebenso gerecht werden wie denen des Wohnens. Einstellhalle für Busse, Büroräumlichkeiten und Wohnungen in einem: Das stellt die künftige Überbauung dar. Um eine geeignete architektonische Lösung zu finden, hat die Firma Twerenbold-Reisen einen Ideenwettbewerb in Auftrag gegeben. Nun hat die Jury die eingereichten Projekte vorgestellt. Sieger ist das Architekturbüro Zulauf und Schmidlin.

Dessen Projekt überzeugte die 6-köpfige Jury vor allem durch die sinnvolle Trennung von Wohn- und Gewerbegebiet. Gegenüber dem bestehenden Terminal der Twerenbold AG kommt die Bushalle mit Platz für 16 Busse zu stehen. Büroräumlichkeiten sind in einem länglichen Aufbau untergebracht. Dieser dient als «Lärmschutzriegel» gegenüber dem dahinter gelegenen Anbau, wie Bauherr und Verwaltungsratspräsident Werner Twerenbold erklärte. In diesem, ausgerichtet auf das bestehende Wohngebiet, befinden sich die vorgesehenen Mietwohnungen. Sie sind von hinten, also über die Steiacherstrasse erschlossen. Die Busse erreichen die Halle über das Areal der Twerenbold. Damit gewährt das Projekt sowohl in der Nutzung als auch in der Erschliessung eine vertikale Trennung von Wohn- und Gewerbegebiet.

Geringe Lärmbelästigung

Die anderen eingereichten Projekte sahen eine horizontale Trennung vor. Das erachtete die Jury als nicht optimal: «Durch eine horizontale Ausrichtung wären die Wohnungen starken Lärmemissionen ausgesetzt», erklärte Jurymitglied Roberto Pelizzari. Diese kann bei dem ausgewählten Projekt auf ein Minimum reduziert werden.

Auch wirtschaftlich und energetisch erfüllt das Siegerprojekt die Anforderungen am besten. Die einfache, kompakte Form ermöglicht eine energieeffiziente Nutzung. Der rasterartige Aufbau des Wohntraktes lässt eine flexible, unterschiedliche Grundrissgestaltung zu.

Weiter bietet das Projekt die Möglichkeit, das Dach zu verlängern und so vor der Halle zusätzliche überdachte Ein- und Aussteigplätze zu schaffen. Damit könnten Reisende ganz direkt von der Überbauung profitieren.

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