Kurz bevor der Priester das – eben noch glückliche – Paar zu Mann und Frau erklären kann, springt die Mutter des Bräutigams auf. Sie eilt nach vorne und beginnt, ihre zukünftige Schwiegertochter zu prüfen, auf äusserst unzimperliche und demütigende Weise.

Nachdem sie die junge Frau an Kiefer und Ohren gerissen hat, ist sie aber offenbar zufrieden. Bis ihr Blick auf das Dekolleté der Braut fällt – und was sie sieht, gefällt ihr offenbar nicht. 

Die Szenen sind Teil eines chinesischen Werbespots des Autoherstellers Audi. Gleich im Anschluss daran, macht dieser seine Kunden darauf aufmerksam, Gebrauchtwagen besser von lizenzierten Anbietern zu kaufen. Die Botschaft der unschönen Hochzeits-Szene ist denn auch: «Wichtige Entscheidungen muss man vorsichtig treffen.»

Empörung und Entschuldigung

Der sexistische Spot empört. In den sozialen Medien laufen die Nutzer Sturm – vor allem in China, aber auch in den USA oder Audis Heimat Deutschland, wie die unter anderem die Welt berichtet. 

Audi hat den Spot inzwischen gestoppt. Und musste sich entschuldigen: «Die bei vielen Menschen entstandene Wahrnehmung des Werbefilms entspricht in keiner Weise den Werten unseres Unternehmens», zitiert die Frankfurter Allgemeine die Stellungnahme des Autoherstellers mit Hauptsitz in Bayern. (smo)