Hubel-Meteorologen

«Feuerwerksverbot am 1. August»

Die Hubel-Meterorologen wissen fast immer, wie das Wetter wird: (v.l.) Paul Halter, Manfred Burki, Ernst Schaller, Ehrhard Luterbacher, Ruedi Luterbacher. Urs Lindt

Hubel-Meteorologen

Die Hubel-Meterorologen wissen fast immer, wie das Wetter wird: (v.l.) Paul Halter, Manfred Burki, Ernst Schaller, Ehrhard Luterbacher, Ruedi Luterbacher. Urs Lindt

Beim Waldgang der Bürgergemeinde Lohn trugen die Hubel-Meteorologen am Samstag zum siebten Mal die Wettervorhersagen fürs kommende Jahr vor. Im Groben und Ganzen herrschte Einigkeit. Zudem wurde der «Ober-Meteorologe» für die Vorhersagen 2008 gekürt.

Beatrice Meier

«Jegliche Fachleute sind sich einig, dass die Wetterprognosen der Hubel-Meteorologen sensationell unerklärbar sind.» Mit diesen Worten eröffnete Ruedi Luterbacher, Regent-Wetterforscher und Obmann der Vereinigung Hubel-Freunde Lohn, die Rangverkündigung. Der letztjährige Rekordschnitt aller Vorhersagen von hervorragenden 73 Prozent wurde diesmal mit 74 Prozent noch übertroffen.

Die Auszeichnungen wurden vom Präsidenten der Bürgergemeinde, Stefan Luterbacher, für die vergangenen Voraussagen von 2008/09 vergeben. Neben dem Aufsteiger- und dem Pechchutzpreis wird der «Hubel-Chutz-Oskar» vergeben, der «amerikanische Obama Oskar», wie er unter den fünf Kennern genannt wird. Er steht für die langfristig beste Prognose, wie im aktuellen Fall für die von Erhard Luterbacher (Imker), der das Winterwetter vom 1. Dezember 2008 bis zum 20. März 2009 zu 86 Prozent richtig vorausgesagt hat. Manfred Burki (Landwirt) räumte dieses Jahr den Wanderpokal als Ober-Meteorologe ab mit einer Trefferquote von 80 Prozent. Mit drei kleinen Kindern könne man die Pläne nicht immer nach den eigenen Wettervorhersagen richten, aber Verwandte und Bekannte kämen in den Genuss seiner Ratschläge.

Erneut grosse Hitze im Sommer

Abwechselnd trugen die Hubel-Meteorologen ihre Prognosen für die kommenden Monate vor. Sie waren sich mehrheitlich einig von einem eher kalten als schneereichen Winter über einen verspäteten Frühling bis hin zu einem trockenen und heissen Sommer. «Das Feuerwerksverbot am 1. August ist so gut wie sicher, ihr könnt also Geld sparen», empfahl etwa Ruedi Luterbacher. Er vertraut dabei den sieben Jahresregenten (Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur, Mond, Saturn), einem 7-Jahres-Turnus von Dr. Mauritius Knauer (1613-1664). Erhard Luterbacher leitet das Wetter aus dem Umgang mit seinen Bienenvölkern ab. Auch er meint «schon Ende Juli kann man Sonnenfaktor 40 vertragen». Paul Halter (Holzbildhauer) unterstreicht, dass eine Hitzeperiode bevorsteht. So zeigen es die schmalen und hellen Jahresringe im Holz.

Computer sind nicht erlaubt

Da die Vorhersagen der Hubel-Meteorologen zu 75 Prozent eintreffen (Auswertung des Geografischen Instituts der Universität Bern), kann man gespannt sein auf die Prognosen für 2009/10.

Jeder der fünf Freunde beruft sich auf seine eigenen Naturbeobachtungen sowie persönliche Aufzeichnungen. Computer- und Satellitenunterstützung sind nicht erlaubt, was die Resultate der Hobby-Meteorlogen noch beeindruckender macht. Also können wir uns auf eine grüne Weihnacht freuen, ausser man glaubt Ernst Schaller (Waldläufer), der schenkt Hoffnung auf eine «pflotschige, weisse Weihnacht».

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