Blaulichttage
Feuerwehr setzte blaue Glanzlichter

An der erstmaligen Leistungs-Show der regionalen Blaulicht-Organisationen gab es keine Sperrzonen. Feuerwehr, Sanität, Polizei, Grenzwache und andere liessen sich gerne in die Karten blicken.

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Roland Bürki

«Das darf die Feuerwehr Kleinlützel getrost wieder machen», lautete unisono der Publikumskommentar zur zweitägigen Leistungsschau der regionalen Blaulicht-Organisationen. «Das Konzept dazu stand schon im letzten Sommer», sagte OK-Präsident und Feuerwehrkommandant Daniel Meier gegenüber der bz. Man habe einmal in einer transparenten Show zeigen wollen, dass die oft als «teuer» verschrienen Blaulicht-Organisationen ihr Geld durchaus wert seien und der Bevölkerung wertvolle Dienste leisteten.

Von der Einsatzfreude etwa der Feuerwehrleute hatten die zahlreichen Zuschauer bereits beim Atemschutzparcours vom Samstag einen gehörigen Eindruck erhalten. Neben einer gewissen Athletik brauchte es auch Köpfchen, um eine möglichst gute Zeit zu erzielen. Die Feuerwehr der Stadt Solothurn setzte sich hier mit starkem Einsatz vor der Stützpunktfeuerwehr Laufen und der Feuerwehr Rodersdorf an die Spitze.

Keine Sperrzone gegen Gaffer

Als teilweise beklemmend erfuhren zahlreiche Besucher am Sonntagmorgen die überaus realistisch dargestellte Kollision zweier Autos auf der Laufenstrasse. «Das möchte ich nie erleben», meinte denn auch eine Frau, als die Stützpunktfeuerwehr Laufen die beiden verletzten Lenker aus dem quergestellten Daihatsu und dem umgekippten Opel Astra herausschnitt.

Weil für einmal keine polizeiliche Sperrzone das «Gaffen» unterband, blieb dem Publikum nur das Staunen über das gefühlvolle Vorgehen der Paramedic-Rettungssanitäter, den professionellen Einsatz des umfangreichen Bergungsmaterials und den fundierten Kommentar von Stützpunkt-Hauptmann Urs Felix.

Wassernebel aus dem Heli

Als Attraktion entpuppte sich der Löschhelikopter der Helitrans Basel, der zweimal zum Löschanflug auf den Landeplatz ansetzte und 550 Liter Wasser aus seinem Behälter als Nebel zu Boden liess. Dies zur Freude vor allem der Kinder. «Das ist keine Spielerei, sondern die Art der Brandbekämpfung bei Waldbränden», versicherte Feldweibel Jörg Tschan von der Kleinlützler Feuerwehr.

Und mit Blick auf den imposanten Blaulicht-Fahrzeugpark mit Feuerwehrfahrzeugen von Roggenburg bis Lüterswil-Gächliwil meinte er augenzwinkernd: «Das hätted er von ere Hingerhoffüürwehr nit dänggt!» Denn dazu gesellten sich auch noch die Blaulichter der Grenzwache, der Kantonspolizei Solothurn sowie der Chemiewehr Breitenbach. Und während sich vor allem Kinder statt mit dem Heli mit dem Hublifter aus Laufen auf 32 Meter Höhe hieven liessen, genehmigten sich andere Gutes aus der Gulaschkanone der Zivilschutzkompanie Laufental. Dies zur Freude von Major Patrick Kleiber: «Verpflegung ist eine dankbare Aufgabe für ein so erfolgreiches Blaulichtfest!»

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