Vandalismus Binzenhof-Areal
Erwachsene Kindergärtler

Sie sind alles andere als ein Vorbild für die Kinder, die dort tagsüber den Unterricht besuchen. Das Kindergarten-Areal im Aarauer Binzenhof erhält nachts vermehrt Besuch, und der benimmt sich höchst unanständig.

Drucken
Teilen
vandale.jpg

vandale.jpg

Aargauer Zeitung

Toni Widmer

Kleinen Kindergärtlern würde man sanft auf die Finger klopfen. Über die erwachsenen Kindergärtler kann man sich vorderhand nur ärgern, weil man sie nicht kennt. Immer öfter bekommt der Aarauer Kindergarten Binzenhof nächtlichen Besuch. «Es sind junge Leute, die wir aber nicht kennen», erzählen die Nachbarn. Eigentlich haben sie nichts dagegen, dass sich diese dort aufhalten: «Irgendwo müssen sich die Jungen ja auch treffen können und der Lärm, den sie verursachen, hält sich meistens in Grenzen», sagt ein Anwohner.

Was ihm aber mächtig auf die Nerven geht, ist die Sauordnung, welche die nächtlichen Besucher hinterlassen. Der Boden mit Zigarettenkippen und Papier übersät, Alu- und Blechdosen, Fastfood-Verpackungen und weiterer Unrat in den Büschen, Schmierereien und sogar Kot an den Wänden und nicht selten Scherben von Glasflaschen auf dem ganzen Areal verstreut.

Vorstoss im Einwohnerrat

SVP-Einwohnerrat Peter Knörr hat sich vor den Sommerferien mit einer kleinen Anfrage beim Stadtrat erkundigt, was dieser gegen die unordentlichen Besucher zu unternehmen gedenke. Eine Antwort steht noch aus. Bei der Stadtpolizei ist das Problem nur zu gut bekannt: «Unordnung und Vandalenakte bei öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen nehmen in allen von uns betreuten Gemeinden zu», erklärt der Leiter Stabsdienst, Toni von Däniken.

Die Polizei markiere auch im Binzenhof vermehrt Präsenz, aber es sei dort wie überall: «Wenn wir kommen, ist meist niemand da. Leider haben wir nicht die personellen Möglichkeiten, ein Objekt dauernd zu überwachen, wir müssen uns auf regelmässige Patrouillen konzentrieren.» Von Däniken rät den Anwohnern, der Polizei zu melden, wenn nächtlicher Besuch auftaucht: «Das gibt uns die Möglichkeit, die Personalien aufzunehmen.»

Aktuelle Nachrichten