Rumisberg
Druckwasserleitung durch Rumisberg

Soeben wurde in Rumisberg die letzte der vier Etappierungen zum Einbau der neuen Druckwasserleitung durch die Dorfstrasse in Angriff genommen.

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Baustelle

Baustelle

Berner Rundschau

KURT NüTZI

Dank des guten Wetters seit dem Baustart am 6. April ergibt es keine Bauverzögerung, obwohl die Bauequipe beim Leitungseinbau mehrmals auf Felsvorkommen stiess. Die Baukosten von 560 000 Franken, welche mit 403 000 Franken per Ende 2008 von den Steuerzahlern in den letzten Jahren vorfinanziert wurden, sollten nicht überschritten werden. Dazu Gemeinderat Hans Wälti, der den ganzen Leitungseinbau begleitet hat: «Trotz der Felsvorkommen - aber dank des guten Wetters - konnte bei der Zwischenbilanz der Kostenrahmen eingehalten werden. Bei Halbzeit betraf es den Einbau von der unteren Dorfhälfte bis zum Dorfplatz.»

Vorarbeiter Peter Bättig von der ausführenden Langenthaler Baufirma König AG entfernte mit seinen zwei oder drei Mitarbeitern zuerst die alten Wasserleitungen aus dem Jahr 1954. Bättig zum Zustand der alten Leitungen: «Sehr schlecht. Die Leitungen waren stark verkalkt. Weil die Wasserleitungen zudem als Erdung dienten, verursachte der elektrische Strom Abplatzungen.»

Einsatz von Montaber und Kompressor

Gleich beim Baustart beim unteren Dorfeingang (Liegenschaft Bernhard Tschumi) stiessen die Arbeiter auf Felsvorkommen. Der Fels musste mit dem Montaber (Abhauhammer beim Bagger) und mit Kompressoren entfernt werden. Bättig: «Wir leisteten wegen des Felses viel Spitzarbeit. Gut war, dass wir die neuen Leitungen im Bereich der alten Wasserleitung verlegen konnten. Links und rechts wären wir wieder auf Fels gestossen.» Die Arbeiter bauten nicht nur die neue Druckwasserleitung (blaue Rohre), sondern für die onyx AG weisse Rohre für die elektrischen Leitungen und eine dritte Leitung für das Sauberwasser (Strassenwasser) ein. Am tiefsten - drei Meter - mussten die Arbeiter graben, als sie den Dorfbach unterquerten.

Sobald jeweils der Graben offen lag, trat die Sanitärunternehmung Kohl AG aus Wiedlisbach in Aktion. Die Sanitärinstallateure erstellten eine Ersatzleitung, damit die Haushalte trotz des Baus über Trinkwasser verfügten. Dann erst wurden die blauen Rohre der Druckwasserleitung verlegt. Für die onyx AG wurde zudem eine neue Trafostation mit dem vorgelagerten Kabelkeller neben dem Gemeindelokal gebaut.

Eingeklemmter Sattelschlepper

Zur besseren Strassenbeleuchtung im Dorfkern und in den Nebenstrassen werden auf Kosten der Gemeinde sechs neue Kandelaber gesetzt. Die Arbeiter der König AG werden im nördlichen Dorfteil den Teerbelag flicken. Alle Arbeiten sollten Ende Oktober abgeschlossen sein. Der endgültige Deckbelag wird erst im Sommer 2010 eingearbeitet.

Trotz erschwerter Durchfahrt durch das Dorf meisterten gar OAK-Bus und landwirtschaftliche Fahrzeuge die Verkehrsschwierigkeiten. Die Ausnahme war jener Fahrer eines Sattelschleppers, der von Wangen a/A kommend mit seinem Navigationsinstrument via Rumisberg zur Schöni AG in Oberbipp geleitet wurde. Er konnte sein Riesengefährt auf der Höhe der Liegenschaft von Myrtha Weyeneth weder vorwärts noch rückwärts bewegen. Mit Hilfe einer verlegten Eisenplatte durch die Arbeiter der König AG konnte er sein Gefährt schliesslich via Wolfisberg nach Oberbipp steuern.

Bättig lobt die vorzügliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde - allen voran Hans Wälti. Er richtet ein grosses Dankeschön an die Rumisberger Bevölkerung: «Sie zeigte für uns in allen Bauphasen immer Verständnis.»

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