Villmerger Blätter
Dorfleben steht im Mittelpunkt

Zehnmal hätten die heimatkundlich getrimmten «Villmerger Blätter» erscheinen sollen. Der Stoff reichte für zwanzig Ausgaben. Aber nun ist Schluss.

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Dorfleben steht im Mittelpunkt

Dorfleben steht im Mittelpunkt

JÖRG BAUMANN

Was die Lokal- und Regionalpresse ungedruckt liegen liess, spürte das Redaktionsteam der «Villmerger Blätter» mit Claudio Fischer, Otto Walti und Peter Meier auf: Porträts von Villmerger Persönlichkeiten, die sonst einer breiten Öffentlichkeit nicht bekannt geworden wären, Berichte über alte Häuser, über das Dorfleben von früher und über Vereine, von denen es in Villmergen viele gibt. Seit 1991 erschienen in den «Villmerger Blättern» an die 180 lesenswerten Beiträge. Aber nun ist definitiv Schluss. Nach der nun erschienenen Ausgabe stellt das Redaktionsteam seine Tätigkeit ein.

Klare Meinung

Im Leitartikel der letzten «Villmerger Blätter» gibt Claudio Fischer seine Meinung über die selbst ernannten und vermeintlichen Experten ab. Auf diese höre das Volk allzu stark, klagt Fischer. Gefragt sei aber wieder die eigene Meinung, die sich der Bürger ohne den Einfluss der Experten bilden könne.

Die «Villmerger Blätter» sind dieses Mal topaktuell: Weil seit dem 1. Januar Hilfikon zu Villmergen gehört, berichtet einer der Ur-Hilfiker, Peter Meyer, darüber, was früher in Hilfikon die Menschen bewegte. Dazu zählten der Flugplatz des Schlossherrn Hermann Nabholz, die Viehversicherungsgesellschaft Hilfikon, die erst in den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts aufgelöst wurde, oder das eingegangene Restaurant Elephant.

Dorfpersönlichkeiten

Vorgestellt werden im Villmerger Heimatkundeblatt unter anderem auch die Sportfotografin Daniela Frutiger-Zumbrunnen aus Villmergen, die Mitarbeiter des Bauamtes und der Heimweh-Villmerger Walter Schmid-Knoblauch. Dieser betreibt mit seiner Frau Irene in Brunnen eine Dorfmetzgerei.

In einem anderen Beitrag erwähnen Jugendliche aus Villmergen, was ihnen im Dorf fehlt oder ihnen daran gut gefällt: In den falschen Hals kommt ihnen, dass viele Erwachsene alle Jugendlichen in einen Topf werfen. Gut kommt bei ihnen der neu gestaltete Dorfplatz an.