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Dieser Sperminator zeugte schon 99 Kinder – Sex aus Nächstenliebe

Ed Houben hat schon 99 Kinder gezeugt.

Ed Houben hat schon 99 Kinder gezeugt.

Der Niederländer Ed Houben hilft Paaren den unerfüllten Kinderwunsch zu verwirklichen. Nur ungern greift er dabei zur künstlichen Befruchtung. Er mag es lieber natürlich.

Der 44-jährige Ed Houben aus den Niederlanden hat 99 Kinder. «Ich habe Kinder in Australien, Israel, Kanada, Österreich, Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien und England», zählt er gegenüber amerikanischen Medien auf. Und das sind nur die, von denen er weiss.

Er habe mit Frauen Sex gehabt, die sich nie wieder gemeldet haben. Als 18-Jähriger hatte er zum ersten Mal die Idee, Samen zu spenden, als er ein Paar über ihren unerfüllten Kinderwunsch sprechen hörte. Elf Jahre später setzte er diese jugendliche Überlegung in die Tat um.

Von 1999 bis 2005 spendete er 25 Mal Sperma im Universitätsklinikum in Maastrich, immer anonym. Als er das Spendenmaximum in diesem Krankenhaus erreicht hatte, spendete er in anderen holländischen Kliniken weiter.

Eigene Homepage

Die Situation mit der künstlichen Befruchtung befriedigte Ed Houben jedoch nicht. Er wollte wissen, wem er mit seiner Samenspende hilft. Also machte er sich vor mehreren Jahren selbstständig. Eröffnete eine Webseite und veröffentlichte seine Testergebnisse, die bestätigten dass er gesund ist, dass er keine Geschlechtskrankheiten hat.

Er hatte Erfolg damit. Von überall auf der Welt reisen Paare oder Frauen in die Niederlande, um sich von Houben befruchten zu lassen. Allein letzten Monat habe er 72 Anfragen erhalten, behauptet er im Interview mit der BBC.

Aber nicht jede davon nimmt der als Stadtführer tätige Houben an. Er hat drei Kriterien, die ihm bei der Auswahl helfen: Die Anfrage sollte keine groben Rechtschreibfehler aufweisen, die Frau darf keine Geschlechtskrankheiten haben und auch das Aussehen ist ihm wichtig. «Ich bin keine Maschine. Ich kann mich nicht zwingen, jemanden attraktiv zu finden», sagt Houben.

Der Service ist kostenlos

Richtiger Sex ist für Houben keine Voraussetzung, einer Samenspende zuzustimmen, aber er rät dazu, weil diese Art der Befruchtung am zweckmässigsten ist und am meisten Erfolg verspricht: „Künstliche Befruchtung hat bei mir durchschnittlich einmal im Jahr Erfolg, der natürliche Weg einmal in drei Zyklen."

Die Frauen mit Kinderwunsch reisen normalerweise mit oder ohne Partner zu Houben. Er heisst sie in seiner Wohnung willkommen und überlässt Paaren auch sein eigenes Schlafzimmer, das er vor wenigen Jahren umgestaltet hat, damit sich seine Gäste möglichst wohl fühlen.

Geld nimmt er keines für seine Dienste. Denn einerseits ist das Verkaufen menschlichen Materials in den Niederlanden illegal, andererseits sieht er sich sowieso als wahren Menschenfreund. So zu sagen Sex aus Nächstenliebe.

Trotz seiner Tätigkeit hofft Houben die Frau fürs Leben zu finden. Seine letzte Beziehung war eine Fernbeziehung, die rund 2 Jahre dauerte. Die Liebe ging nicht in die Brüche, weil er Sex mit anderen Frauen hatte, sondern weil er kurioserweise seine Freundin nicht schwängern konnte. (nok)

(Quelle: Youtube / fertilitylawyer)

National Geographic Documentary TABOO, Series 9, Episode 905 "Strange Passions"

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