USA

Die Zahl der Opfer steigt auf 10: Das sagt Trump zur Schiesserei in US-High School

Das Töten mit Schusswaffen an US-Schulen geht weiter. Nur rund ein Vierteljahr nach den Aufsehen erregenden Todesschüssen von Florida werden nun in einer High School in Texas mindestens zehn Personen von einem Schüler getötet.

Die erneute Schiesserei an einer US-Schule ereignete sich am frühen Morgen in der Stadt Santa Fe rund 50 Kilometer südöstlich von Houston. Bei dem Schützen handelte es sich laut Polizei um einen Schüler der Santa Fe High School.

Dieser habe zehn Menschen getötet und zehn weitere verletzt. Das teilte der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, vor den Medien mit. Der Schütze habe zudem Sprengstoff in einem Haus und in einem Auto deponiert, sagte Abbott.

Die bei der Tat verwendeten Waffen stammten vom Vater des Schützen. Laut der Zeitung "Houston Chronicle" war er mit einem halbautomatischen Gewehr AR-15, einem Revolver, einer Pump Gun und Sprengsätzen bewaffnet.

Die meisten der Toten seien Schüler gewesen, sagte Sheriff Ed Gonzalez am Freitag. Unter den Verletzten sei auch ein Polizist. Die Tat ereignete sich in der Nähe von Houston im US-Bundesstaat Texas.

Ein Schütze sei in Haft, eine zweite Person sei festgenommen worden. Dabei habe es sich um eine "Person von Interesse" gehandelt, sagte Gonzalez.

Mehr tun als beten

"Wir müssen mehr tun, als nur für die Opfer zu beten", sagte Gouverneur Abbott. Es müsse sichergestellt werden, dass so etwas nicht wieder passieren kann. Bereits nächste Woche solle es zu Runden Tischen mit Experten kommen.

US-Präsident Donald Trump zeigte sich im Kurzmitteilungsdienst Twitter zunächst besorgt: Nach ersten Berichten sehe es "nicht gut aus". Wenig später erklärte er, er empfinde "Traurigkeit und Kummer" angesichts der "absolut erschreckenden" Tat.

"Das geht nun schon zu lange so in unserem Land", erklärte Trump. Seine Regierung sei "entschlossen, alles in ihrer Macht liegende zu unternehmen, "um unsere Schüler zu schützen, unsere Schulen zu sichern, und Waffen von denen fernzuhalten, die eine Gefahr für sich selbst und andere sind".

Schüler werden von der Polizei vor die Schule geführt

Mitte Februar hatte ein 19-Jähriger ein Massaker an einer Schule im Bundesstaat Florida angerichtet. Der inzwischen wegen Mordes angeklagte junge Mann hatte in Parkland an der Marjory Stoneman Douglas High School 17 Menschen mit einem Schnellfeuergewehr erschossen und 17 weitere verletzt.

Überlebende des Massakers starteten eine Kampagne zur Einschränkung des laxen US-Waffenrechts. Im April hatten bei rund 2500 Veranstaltungen in den gesamten USA Schüler gegen die Waffengewalt protestiert, vielerorts wurde die Schule bestreikt.

Versprechen an die NRA

Trump hatte erst vor wenigen Wochen ungeachtet dieser Proteste der mächtigen Waffenlobby seine Unterstützung zugesichert. "Eure Rechte aus dem zweiten Verfassungszusatz stehen unter Beschuss, aber sie werden niemals unter Beschuss stehen, solange ich Euer Präsident bin", hatte Trump auf der Jahresversammlung der Waffenlobby NRA (National Rifle Association) in Dallas erklärt.

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