AC/DC
Die AC/DC-Dampfmaschine rockte ab

Im ausverkauften Stade de Suisse zeigen die Australier von AC/DC der Rockwelt auch nach 35 Jahren im Business, wo der Hammer hängt. Das Fazit. Für immer Young!

Drucken
Teilen
Auch die Unterhosen-Parade von Angus blieb später nicht aus.
9 Bilder
AC/DC in Bern Rocking forever. Das Urgestein Angus Young.
AC/DC in Bern Unschlagbar: Brians Mütze, Angus Anzug - und die pumpenden Bässe.
Sie rockten, was die Gitarre und Co. her gab Angus Young at his best, hier ein Konzertausschnitt aus Wels
Sie rockten, was die Gitarre und Co. her gab Angus begeisterte die Fans mit seinen Gitarren-Einlagen. (Konzertausschnitt aus Wels)
AC/DC in Höchstform Auch Brian Johnson überzeugte in gewohnter Manier.
AC/DC gaben einfach alles Auch eine gigantische Bühnenshow gehörte mit zum Spektakel. (Konzertausschnitt aus Wels)
AC/DC: Ikone des Rocks Eien verschärfte Licht-Show beiweis, dass Brian Johnson und seine Mannen es durchaus noch drauf haben. Und wie! (Konzertausschnitt aus Wels)
AC/DC, ein Feuerwerk an Energie Auch die Unterhosen-Parade von Angus blieb später nicht aus. (Konzertausschnitt aus Wels)

Auch die Unterhosen-Parade von Angus blieb später nicht aus.

Aargauer Zeitung

Pascal Münger

Der Urknall des Rock 'n' Roll hat ein Datum: Am 17. Februar 1975 erschien in Australien «High Voltage», das erste Album von AC/DC. Seither brechen Songs wie «T.N.T.», «Highway To Hell» und «Thunderstruck» immer wieder über uns herein. Entweder in Form eines Soundtracks wie «Iron Man 2» oder wie gestern Abend als Live-Spektakel im Rahmen ihrer «Black Ice World Tour» im Stade de Suisse zu Bern. Um 20.30 Uhr beginnt das Donnerwetter. Gitarrist Angus Young und seine Mannen starten den Rock'n'Roll-Express. Auch nach 35 Jahren im Showgeschäft schwabt die Energie des präzisen Quintetts sofort aufs Publikum hinüber.

Wie anno dazumal

Bei AC/DC scheint alles wie anno dazumal. Angus Young steckt in seiner Schuluniform und Sänger Brian Johnson trägt seine obligatorische Golfermütze. Bloss die technischen Showeffekte haben AC/DC im Verlaufe der Jahre den neusten Möglichkeiten angepasst.

Die Kulisse ist beeindruckend. Innert drei Tagen haben rund 100 Arbeiter die 60 Meter breite und 25 Meter hohe Bühne aufgebaut. Das Bühnenbild, mit sprühenden Funken und überdimensionalen Teufelshörnern veranschaulicht die Lebensphilosophie der Band: Schnelle Autos, heisse Frauen und Rebellion.

Das Erfolgsrezept: stampfendes Schlagzeug, kreischende Gitarren, pumpende Bässe

Doch trotz den technischen Spielereien, jeder Zuschauer weiss, was ihn in den nächsten zwei Stunden erwarten wird. Der Bass pumpt, die Gitarren kreischen, das Schlagzeug stampft und Johnson krächzt sämtliche Evergreens ins weite Rund. Keine andere Band hat sich im Verlaufe ihrer Karriere so wenig gewandelt, wie AC/DC. Was früher belächelt wurde, gilt heute als Erfolgsrezept: Das Herzstück jeder AC/DC-Nummer sind ein pulsierender Beat und ein staubtrockenes Gitarrenriff.

Auch die schottische Verbissenheit stellt Angus Young, der 1955 in Glasgow geboren wurde, immer noch zur Schau. Nach einem Striptease stürmt er mit nacktem, verschwitztem Oberkörper über die Bühne. Rockmusik muss nicht schön sein, sie muss knallen.

Aktuelle Nachrichten