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Der Rekordjahrgang schafft Raumprobleme an der Kanti

Kaum konnte die Kantonsschule Wohlen die modernisierten Pavillons beziehen, ist die Schule schon wieder zu klein. Das erklärte der Kanti-Rektor Franz Widmer an der Maturafeier. Die Kantonsschule Wohlen hat einen hervorragenden Ruf und ist zu klein geworden.

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Der Rekordjahrgang schafft Raumprobleme an der Kanti

Der Rekordjahrgang schafft Raumprobleme an der Kanti

JÖRG BAUMANN

Ein Rekordjahrgang mit 151 erfolgreichen Maturandinnen und Maturanden erzeugte an der Maturafeier in Wohlen einen Stau. Ein Teil der Gäste musste die mit viel Musik und Streetdance gespickte Feier per Videoübertragung in der Mensa mitverfolgen. Bundespräsidentin Doris Leuthard kam aus privaten Gründen nach Wohlen; dem Vernehmen nach, um einem Patenkind zur bestandenen Matura zu gratulieren. Sie konnte weit hinten in der Kanti-Aula Platz nehmen.

Ausbauplanung gestoppt

Auf die Raumnöte kam Kanti-Rektor Franz Widmer sogleich zu sprechen. Auch wenn der Schule mit der Modernisierung die Pavillons wieder zur Verfügung stünden, seien die Naturwissenschaftszimmer überlastet. Eine Kommission habe sich mit einem Erweiterungsbau befasst. Aber die Planungsarbeiten seien wegen unterschiedlicher Ansichten über die Entwicklung der Schülerzahlen wieder gestoppt worden. «Wir hoffen, dass wir damit bald weiterfahren können, weil der Platz knapp ist», sagte Widmer.

Glücklich war der Rektor darüber, dass 70 der 151 Maturanden die zweisprachige Matura ablegten. Walter Muff vom Kiwanis Club Lindenberg überreichte den besten Maturanden Tobias Zünd (Niederwil) und Frédéric Cornaz (Wohlen) den obligaten Kiwanis-Preis. Drei Schüler, Lukas Koch, Lucien Lasance und Elena Möschter, erhielten bereits im Vorfeld der Maturafeier den Rotary-Preis. Ihre Arbeiten bewertete die Organisation «Schweizer Jugend forscht» mit dem Prädikat «hervorragend». Die Maturanden erhielten zudem dem Publikumspreis der Fernsehsendung «Einstein».

Lob auf die Zweisprachigkeit

Ein Plädoyer auf die zweisprachige Maturität, wie sie in Wohlen Tradition ist, und auf die Zweisprachigkeit hielt Virginie Borel, Geschäftsführerin des Forum du bilinguisme in Biel. Wer zweisprachig werden wolle, müsse keine besonderen Gaben haben und nicht «auf die Neuauflage des Pfingstwunders» warten. Es brauche «nur ein wenig Übung, ein wenig Aufmerksamkeit gegenüber anderen, ein wenig mentale Offenheit und Respekt», sagte die Festrednerin, die den Maturanden die Zeugnisse übergab.