Chicos Ferienflirt heisst Lussy
Chicos Ferienflirt heisst Lussy

Chico macht seit vier Tagen Ferien in der Tierpension Röti in Mumpf. Langweilig ist es dem Terriermischling nicht – er fand auch schon eine Freundin.

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Chico

Chico

Aargauer Zeitung

Ladina Kunz, Christine Fürst

Mit einem grossen Sprung und wildem Schwanzwedeln rennt Chico aus seiner Box - er darf vor dem Mittagessen noch einmal nach draussen auf die Spielwiese. Dort hat er die Möglichkeit, auf verschiedenen Spielgeräten herumzutoben oder ein kühles Bad im Pool zu nehmen. Auch das Verteilen seines Geruches gehört dazu, damit natürlich auch alle späteren Besucher wissen, dass Chico da war.

Karl Güntert, der Besitzer der Hunde- und Katzenpension Röti, sagt: «Rituale wie das Markieren sind für die Hunde sehr wichtig. Dies sollen sie natürlich auch ausleben können. Zudem brauchen die Tiere auch immer Abwechslung, damit es hier spannend bleibt.» Dies erzielt Karl Güntert durch rund 30 Freilaufmöglichkeiten, auf denen sich die Hunde austoben können.

Chico planscht im Pool

Die Spielwiese gefällt Chico besonders, jedoch nicht das Planschbecken. Zaghaft stellt er die Pfoten aufs Trittbettdes Wasserbeckens und kühlt sie ab. Plötzlich nimmt er einen Satz und schwimmt schnell ans andere Ende. Mit Müh und Not zieht er sich über den glitschigen Beckenrand. Klitschnass schüttelt er sich - die Abkühlung hat gut getan.

Flirten statt sich langweilen

Chico ist es in der Pension nicht langweilig, denn er hat bereits Kontakte geschlossen. Seine Freundin ist die Dame Lussy, ein Jack-Russel-Terrier. Obwohl sie zusammen auf der Spielwiese sind, geht es den beiden aber primär nicht ums Herumtollen, sondern um die Geselligkeit. Sie flirten.

Doch wie haben sich die beiden eigentlich gefunden? Karl Güntert erklärt: «Wir lassen die Hunde zusammen raus und sehen dann, ob es funktioniert. Bei Chico und Lussy hat es sofort gestimmt.» Zudem haben die beiden sogar ihre Schlafboxen nebeneinander.

Die neue Umgebung passt

Es wird schnell klar: Dem blonden Rüden geht es im Röti wirklich gut, er geniesst die neue Umgebung. «Chico ist wie ein kleines Kind, das ins Pfadilager geht. Überall gibt es neue Sachen zum Ausprobieren und man findet schnell neue Freunde», sagt Güntert.

Nach dem Austoben geht es in die Schlafbox. Siesta ist angesagt. Zuerst soll Chico aber sein Mittagessen bekommen, doch Lussy kann sich nicht von ihm trennen: Schnurstracks geht sie in Chicos Box. Karl Güntert muss aber Lussy in ihre Box bringen, damit sie ruhen können. Nun erhält Chico sein Essen. Innert Sekunden frisst er sein Futter aus - blitzblank ist die Schüssel. Das Flirten mit Lussy hat ihn hungrig gemacht.