Langenthal

«Bin überzeugt, der FCL gehört in die 1. Liga»

PRÄGTEN DIE FCL-MITGLIEDERVERSAMMLUNG: Präsident Guido Bardelli, der neu in den Vorstand gewählte Pascal Meyer und Finanzchef Rolf Meyer (von links), der eine positive Rechnung 2008/09 vorstellte. (Bild: HML)

FC Langenthal

PRÄGTEN DIE FCL-MITGLIEDERVERSAMMLUNG: Präsident Guido Bardelli, der neu in den Vorstand gewählte Pascal Meyer und Finanzchef Rolf Meyer (von links), der eine positive Rechnung 2008/09 vorstellte. (Bild: HML)

Der Fussballclub Langenthal (FCL) will in die 1. Liga aufsteigen. «Der Zeithorizont ist die Frage», sagte der neue Trainer Willy Neuenschwander an der Hauptversammlung. Diese Saison will er «im ersten Drittel mitspielen». Der FCL ist finanziell sehr gesund.

Hans Mathys

Die vergangene Saison war an der von 73. Mitgliedern besuchten 107. Hauptversammlung des FC Langenthal nur noch ein Thema am Rande. «Ende gut, alles gut», sagte FCL-Präsident Guido Bardelli, und der scheidende Sportchef Thomas Herzig (er wird vorerst nicht ersetzt) freute sich über den Goodwill, den der FCL in der Bevölkerung geniesst. Dabei erinnerte er an die Endphase der vergangenen Saison und speziell an das letzte Meisterschaftsspiel in Basel gegen Nordstern, wo 350 FCL-Fans die erste Mannschaft moralisch und stimmlich unterstützten. Der FCL gewannen nach toller und engagierter Leistung klar 3:1 und schaffte so den Ligaerhalt (2. Liga inter).

Luciano Santoro, der Verantwortliche Kinderfussball, resümierte die Saison 2008/09 in der FCL-Juniorenabteilung. Er gratulierte dabei den Junioren C zum souveränen Sieg im Berner Cupfinal. Trainer Roland Gerber stand mit seinem C-Nachwuchs bereits zum sechsten Mal im Endspiel - und zum vierten Mal triumphierte sein Team. Abgänge von Trainern gibt es auf diese neue Saison hin zwei gewichtige: Fred Dietrich und Beat Hasler.

«Haben keinen Aufstiegsdruck»

«Meine Meinung und Überzeugung ist, dass der FCL in die 1. Liga gehört» sagte der neue Trainer Willy Neuenschwander. «Wir haben keinen Aufstiegsdruck», ergänzte er, zumal er die Gegner zu wenig kenne und diese deshalb schlecht einschätzen könne. Er sei ehrgeizig, rechne aber «mit einer Übergangssaison zum Stabilisieren», ehe dann das hohe Ziel 1. Liga realistisch sei.

Der FCL stellt zurzeit Überlegungen an, ob es Sinn macht, wenn er sich im Juniorensektor noch mehr engagiert und künftig eine U14- oder U15-Equipe stellt. Die zwei weiteren aktuellen Überlegungen: Soll der FCL ab Rückrunde die Heimspiele am Samstagabend austragen? Wann findet das Cup-Heimspiel gegen Biel statt? Am vorgesehenen Bettagsamstag empfängt der Schlittschuhclub Langenthal in Schoren La Chaux-de-Fonds. Die Versammelten wählte Pascal Meyer neu in den Vereinsvorstand - vorerst als Protokollführer.

Sehr gesunde finanzielle Basis

Präsident Bardelli dankte für die Zustüpfe vom Club 2000, den Senatoren und den Supportern. Ein Speziallob erhielten Thomas Biedermann (realisierte die Flutlichtanlage) und Peter Ruch. Der freigestellte Trainer des Fanionteams hat das «Zwöi» übernommen und will mit diesem aufsteigen. Bardelli: «Das ist Grösse.»

Erfreuliches konnte Finanzchef Rolf Meyer berichten. Die Rechnung 2008/09 schliesst bei Einnahmen von 515 900 Franken mit 9400 Franken Gewinn ab.

37 Prozent der Einnahmen entfallen auf Beiträge und Spenden, 35 Prozent auf Sponsoring, 22 Prozent auf den Restaurantbetrieb und nur gut 2 Prozent (12 000 Franken) auf Matcheinnahmen. Auf der anderen Seite fallen die Ausgaben für Spielbetrieb, Personalaufwand und Infrastruktur mit 295 300 Franken ins Gewicht. 16 500 Franken betrugen die Verbandsbeiträge, 15 100 Franken der Verwaltungsaufwand. Das Vereinsvermögen am 30. Juni: 39 300 Franken. .

Meyer unterstrich, dass die neue Flutlichtanlage/Heizungsanlage mit Total-Ausgaben von 240 000 Franken vollumfänglich durch Sponsoren, Beiträgen der Stadt Langenthal und Sport-Toto-Geldern gedeckt wurde. Auch nicht belastet wurde die Vereinsrechnung durch das Engagement von Trainer Andy Egli für die letzten fünf Partien der vergangenen Saison. Dieses ist privat bezahlt worden - von FCL-Präsident Guido Bardelli. Für die neue Saison rechnet der Finanzchef mit 24 800 Franken Verlust. Dies bei 558 800 Franken Ausgaben. Höhere Kosten werden speziell für Infrastruktur und Materialanschaffungen erwartet.

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