Bad Zurzach

Bad Zurzach liebäugelt mit Sportzentrum

Verenamünster Zurzach. 06.06.2004.

Bad Zurzach liebäugelt mit Sportzentrum

Verenamünster Zurzach. 06.06.2004.

Nachdem der Golfplatz bachab geschickt wurde, holt der Gemeinderat Bad Zurzach einen neuen Pfeil aus dem Köcher. Als möglichen Standort für ein regionales Sportzentrum schlägt er das Gebiet Barz vor.

Angelo Zambelli

Der Gemeinderat Bad Zurzach betrachtet seinen Vorschlag als einen von vieren. Im Rennen um den Standort für ein regionales Sportzentrum befinden sich ausser dem Bezirkshauptort auch noch Böttstein, Döttingen und Klingnau. Diese Gemeinden werden nun angefragt, wie sie den Standort Barz beurteilen. Eine bindende Absichtserklärung werde bis Ende Juni 2010 erwartet, sagte Gemeinderätin Catherine Schindler Kündig vor den rund 130 Vereins-, Kommissions- und Ortsparteivertretern aus Bad Zurzach in der Propstei.

Vorgeschlagen wird eine Dreifachturnhalle mit Garderoben, Gruppenräumen und Fitnessabteil sowie mit einem Office inklusive Klubraum. Der Standort in der Barz biete den Vorteil, dass die geplante Leichtathletikanlage und das zweite Fussballfeld mitbenützt werden könnten, sagte Catherine Schindler Kündig. Möglich seien auch eine Winternutzung der Anlage mit einem Eisfeld (Eishockey, Curling), eine Zusatznutzung durch kulturelle Kleinformationen sowie die Angliederung eines Jugendraums inklusive Halfpipe. Beheizt werden könnte das regionale Sportzen-trum durch Wärmerückgewinnung aus der ARA.

Abgeschiedenheit als Vorteil

Als Standortvorteile für Bad Zurzach sieht der Gemeinderat «die relative Abgeschiedenheit der Anlage, die eine lockere, befreite Stimmung in und um die Halle ermöglicht». Zudem biete der Standort ergänzende Sportmöglichkeiten im beheizten Regionalschwimmbad und in den benachbarten Fussball- und Tennisanlagen, eine umfassende medizinische Versorgung (RehaClinic, private Therapieanbieter), ergänzende Wellness-Angebote mit Thermalbad und Spa sowie Übernachtungsmöglichkeiten in diversen Hotels.

Restaurierung und Jugendfest

«Das Verenamünster hat seinen Glanz verloren. Wir wollen es wieder erstrahlen lassen», sagte Arthur Vögele, Präsident der St.-Verena-Stiftung, anlässlich der Informationsveranstaltung. Kirchenraum und Krypta sollen vom Staub befreit, die elektrischen Anlagen modernisiert und der alte Sodbrunnen unter der Sakristei wieder zugänglich gemacht werden. Im Aufgang zum Turm werden verschlossene oder zugemauerte Durchgänge geöffnet. Zwei grössere Glocken sollen wieder von Hand geläutet werden können. Die koptischen Ikonen werden einen Platz in der Krypta erhalten.

Geplant ist auch, das Sepulcrum im Hochaltar herzurichten. Die durch die Zeitumstände in Schränken und Schubladen verstauten Reliquien sollen im Unterbau des Altars würdevoll aufbewahrt werden. Die Kosten der Innenrestauration werden von der Stiftung auf insgesamt 1,85 Millionen Franken geschätzt. Von der Denkmalpflege können Beiträge von 400000 Franken erwartet werden.

Von28.bis30.Maiorganisiert Bad Zurzach ein Jugendfest. Dieses steht unter dem Motto «Fünf Kontinente – spielen, staunen, erleben». Präsident des Organisationskomitees ist Bernhard Scheuber (www.jufe-badzurzach.ch).

Bedeutung der Milizarbeit

Eigentlicher Sinn der Veranstaltung war es – nebst der Vermittlung aktueller Informationen –, die Milizarbeit der Vereine, Verbände, Institutionen und Ortsparteien zu würdigen.

Zufriedenheit schaffen sei keine einseitige Leistungspflicht der Behörden, sondern eine gegenseitige Bringschuld aller Einwohner, sagte Gemeinderat Reto Fuchs. In den 115 Bad
Zurzacher Vereinen, Kommissionen und Ortsparteien würden allein von den Vorstandsmitgliedern 6900 Arbeitsstunden geleistet. Die Milizarbeit bezeichnete Fuchs als Grundpfeiler unserer Kultur. Ohne Milizarbeit könne unser System nicht funktionieren.

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