Naturfreunde

Ämtler Naturerlebnisse zum Jubiläum

Eine der Hauptattraktionen war am Samstagmorgen das Kanu- und Kajakfahren auf dem Türlersee.

Naturfreunde Affoltern

Eine der Hauptattraktionen war am Samstagmorgen das Kanu- und Kajakfahren auf dem Türlersee.

Über 50 Teilnehmer feierten auf einem Jubiläumsparcours das 75-jährige Bestehen der Naturfreunde Affoltern. Auf dem 75 Kilometer langen Parcours im und ums Säuliamt waren das paddeln auf dem Türlersee und eine Seilbrücke über die Lorze zwei der spektakulären Naturerlebnisse. Daneben gab es Geselligkeit und gute Gespräche.

75 Jahre Naturfreunde Sektion Affoltern - als Geburtstagsgeschenk für sich selber und für die Bevölkerung hatte es sich der Verein zum Ziel gesetzt, das Säuliamt mit verschiedenen Attraktionen zu entdecken. So trafen sich am Samstagmorgen zahlreiche Natur- und Bewegungsfreunde am Affoltemer Bahnhof. Bis zu 75 Kilometer sollten sie in zwei Tagen zurücklegen - zu Fuss, mit dem Velo oder auf Rollen. Dabei stand nicht das Kilometer-Bolzen im Vordergrund, im Gegenteil: Abkürzen war ausdrücklich erlaubt. Bei der Routenwahl haben die Organisatoren sogar darauf geachtet, dass die einzelnen Posten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind.

Vom Bahnhof Affoltern ging es erst via Wängi und Aeugst zum Türlersee. Dort bot sich Gelegenheit, mit dem Kanu oder im Kajak über das stille Wasser zu gleiten. Sobald die Teilnehmer den Dreh mit dem Paddeln raus hatten, konnten sie den See erforschen und die vormittagliche Stille geniessen. Nach der Mittagsverpflegung - «bräteln» am Lagerfeuer - machten sich die Fussgänger über den Südteil der Albiskette auf den Weg nach Kappel, während die Velofahrer eine Schlaufe über die Alpkäserei in Tägerst einlegten. Beim Zwingli-Denkmal trafen die Gruppen dann wieder zusammen. Zum Historischen Ort passte die Suppe, welche die Naturfreunde hier ausschenkten. Allerdings war es keine Milchsuppe, sondern eine Gemüse-Bouillon, um nach den bisherigen Strapazen den Elektrolythaushalt wieder auszugleichen.

Seilbrücke über die Lorze

Frisch gestärkt ging es auf die letzte Etappe des Tages zum Affoltemer Pfadiheim, wo die Letzten um 19 Uhr eintrafen. Christian und Liliane Bühler mit ihren Söhnen und Kollegen bewirteten die Parcours-Teilnehmern im Freien. So bot sich Gelegenheit, die Erlebnisse des Tages Revue passieren zu lassen. Bis kurz vor Mitternacht wurde angeregt diskutiert, ehe sich die letzten auf den Weg nach Hause oder in die Pfadiheim-Kojen machten.

Pünktlich um 9 Uhr fand der Parcours am Sonntagmorgen seine Fortsetzung. «Auf interessanten Wegen», wie OK-Präsident Hans Baumann es formulierte, ging es zum Reussspitz. Die Mutigsten überquerten hier die Lorze auf einer Seilbrücke. Nach der Mittagsrast liessen sich einige mit Schwimmweste bis zur Obfelder Reussbrücke treiben, während andere den Landweg vorzogen. Wer die Müdigkeit bis jetzt noch nicht spürte, machte sich zu Fuss oder auf Rollen noch auf die Zusatzschleife über Jonen und durchs Jonental. Die meisten wählten ab Ottenbach allerdings die direkte Route zurück zum Bahnhof Affoltern. Passend zum einstigen Apfelbaum-Dorf gab es zum Abschluss für jeden Teilnehmer eine dieser Früchte. «Eine sympathische Veranstaltung mit ganz tollen Leuten», war das einheitliche Fazit eines ereignisreichen Wochenendes.

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