Schweinegrippe
3 Tage nach Schweinegrippe-Impfung: Schwangere erleidet Totgeburt

Die Impfung gegen Schweinegrippe hat möglicherweise Nebenwirkungen. Zwei Personen erlitten nach der Spritze eine allergische Reaktion und mussten vorübergehend stationär überwacht werden. Eine Schwangere erlitt drei Tage nach der Impfung eine Totgeburt.

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Das Kind der Frau kam im letzten Drittel der Schwangerschaft tot zur Welt, wie das Heilmittelinstitut Swissmedic mitteilte. Ob tatsächlich die Impfung der Grund gewesen sei, müsse noch abgeklärt werden. Es seien auch andere Ursachen möglich, etwa Komplikationen mit der Nabelschnur oder Infektionen.

Ebensowenig sei klar, ob die Impfung gegen H1N1 die allergischen Reaktionen ausgelöst habe, sagte Swissmedic-Sprecher Joachim Gross auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Sobald nähere Erkenntnisse vorlägen, werde informiert. An der Zulassung der Impfstoffe werde deshalb nichts verändert.

Fachleute hinterlegten bis am Sonntag ingesamt elf Meldungen zu unerwünschten Nebenwirkungen. Die Meldungen bestätigten laut Swissmedic das Profil der klinischen Studien und der Impfung gegen die saisonale Grippe. Acht Meldungen betrafen den Impfstoff Pandemrix, drei den für Kinder und Schwangere reservierten Impfstoff Focetria.

Die meisten gemeldeten Nebenwirkungen waren laut Swissmedic nicht schwerwiegend. Es handelte sich um Reaktionen an der Impfstelle, Kopfschmerzen, Fieber sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Gemeldet würden Ereignisse in zeitlichem Zusammenhang mit der Spritze. Ob diese Impfung auch deren Ursache sei, müsse abgeklärt werden.