Der 45-jährige Spicer hatte am Tag nach der Amtseinführung Trumps im Januar bei seiner ersten Pressekonferenz behauptet: "Dies war das grösste Publikum, das jemals einer Amtseinführung beiwohnte. Punkt!" Darum entspann sich ein Streit mit Medienvertretern, die die These ihn Zweifel zogen. Als Kimmel ihn jetzt damit konfrontierte, dass die damalige Pressebegegnung wohl schräg war, unterbrach ihn Spicer lachend: "Das ist mir bewusst, aber danke für die Erinnerung", scherzte er. Es sei aber nun einmal nicht sein Job, als Präsidenten-Sprecher seine eigene Meinung darzustellen.

Kimmel fragte auch, ob Spicer wisse, warum Trump so besessen von Grösse sei. Und - noch etwas indiskreter - ob er den Präsidenten schon einmal nackt gesehen habe. "Habe ich nicht, nein", erwiderte Spicer. Er glaube aber, dass es Menschen gebe, die Trump seine verdiente Anerkennung verweigern. Das nehme der Präsident dann oft persönlich. Insgesamt distanziere er selbst sich "absolut nicht" vom Amtsinhaber im Weissen Haus.

Spicer war am 21. Juli als Pressesprecher des Weissen Hauses zurückgetreten. In seiner Amtszeit hatte er sich immer wieder heftige Wortgefechte mit Journalisten geliefert und viel Spott geerntet. Die Schauspielerin Melissa McCarthy fand als Spicer-Parodistin in der Comedy-Sendung "Saturday Night Live" so etwas wie eine Paraderolle.