Sexismusvorwurf
Regisseur Volker Schlöndorff verteidigt Dustin Hoffman

Der deutsche Regisseur Volker Schlöndorff hat US-Schauspieler Dustin Hoffman gegen Sexismus-Vorwürfe einer früheren Praktikantin in Schutz genommen. Er bezeichnete die Anschuldigungen als "lächerliche Anklage".

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Volker Schlöndorff kann den Sexismusvorwurf gegen Dustin Hoffman nicht verstehen: Der sei 1985 ein "Kantinenclown" gewesen und habe Sprüche zu allen am Set gemacht. (Archivbild)

Volker Schlöndorff kann den Sexismusvorwurf gegen Dustin Hoffman nicht verstehen: Der sei 1985 ein "Kantinenclown" gewesen und habe Sprüche zu allen am Set gemacht. (Archivbild)

Keystone/DPA dpa/GEORG WENDT

Eine damals 17-jährige Praktikantin hatte Hoffman vorgeworfen, sie 1985 am Set von Schlöndorffs Film "Tod eines Handlungsreisenden" sexuell belästigt zu haben. Fast jeder am Set habe Hoffman, der 16 Stunden am Tag auf den Beinen gewesen sei, Fussmassagen gegeben.

"Hat er ihr beim Gang zum Auto auf den Po gehauen? Kann schon sein. Mehrmals? Sicher, weil sie jedes Mal zurückgehauen hat. Es war ein Spiel, auf das sie eingegangen ist, wohlgemerkt in Anwesenheit von Fahrern, Aufnahmeleitern", schreibt Schlöndorff in der Wochenzeitung "Die Zeit". "30 Jahre später hätte die Betroffene das richtig einordnen können, statt Dustin Hoffman einen 'Raubvogel' zu nennen."

Während des Drehs sei Hoffman der "Kantinenclown" gewesen: "Kein Scherz war ihm zu billig, um das Team zum Lachen zu bringen. Montag morgens war die Standardfrage: 'Hattest du guten Sex am Wochenende?' Und zwar nicht nur an junge Praktikantinnen, sondern auch an mich und jeden im Studio. Alle lachten darüber, nicht über die Frage, aber ihre ständige Wiederholung", schreibt Schlöndorff in der "Zeit".