Wutausbruch

Rapper Chris Brown nach TV-Interview ausgerastet

US-Sänger Chris Brown mit Moderatorin Robin Roberts

US-Sänger Chris Brown mit Moderatorin Robin Roberts

Der wegen einer Prügelattacke auf seine damalige Freundin Rihanna 2009 in Verruf geratene US-Sänger Chris Brown ist am Dienstag im Anschluss an ein Fernsehinterview offenbar ausgerastet. Er demolierte seinen Umkleideraum und zertrümmerte mit einem Stuhl eine Fensterscheibe, wie AP berichtet.

Brown trat in der morgendlichen Show "Good Morning America" des Senders ABC auf, um sein neues Album, "F.A.M.E.", zu bewerben. Während des Interviews stellte Moderatorin Robin Roberts eine Frage zu dem Angriff auf Rihanna, nicht ohne vorab zu bemerken, dass Brown zuletzt sehr offen über den Vorfall gesprochen habe. "Es war sehr ernst, was Sie durchgemacht haben und was passiert ist", sagte Roberts.

"Konnten Sie...." Ein sichtlich verärgerter Brown versuchte daraufhin, sie von dem Thema abzubringen und erklärte, er habe damit abgeschlossen und wolle sich nun auf seine neue CD konzentrieren. "Ich will, dass über dieses Album geredet wird und nicht über das, was vor zwei Jahren passiert ist", sagte er.

Roberts lachte und dankte Brown, dass er mit ihr über das Thema gesprochen habe. Nach dem Interview trat Brown auf. Doch anstatt, wie vereinbart, anschliessend einen weiteren Song für das Online-Publikum vorzutragen, ging er nach Angaben einer Gewährsperson der AP in seine Garderobe und begann, Gegenstände zu zertrümmern.

ABC News erklärte dazu: "Wie immer stellen wir Fragen, die relevant sind und Nachrichtenwert haben, und das haben wir in diesem Interview mit Herrn Brown getan." Den AP-Informationen zufolge wurde der Sicherheitsdienst gerufen, nicht aber die Polizei.

Nach dem Angriff auf Rihanna am Abend der Grammy-Verleihung 2009 erlitt die bis dahin steile Karriere Browns einen Dämpfer. Sein mehrere Monate danach veröffentlichtes Album "Graffiti" verkaufte sich schlecht. In jüngster Zeit zeigte seine Erfolgskurve allerdings wieder nach oben.

Im November lobte ein Richter Brown dafür, dass er hart daran arbeite, den gemeinnützigen Dienst, zu dem er verurteilt worden war, abzuleisten und dass er seine Beratung zum Thema häusliche Gewalt fast abgeschlossen habe. Brown hatte sich zu der Prügelattacke schuldig bekannt und war zu einer fünfjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

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